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Arbeitskampf gegen KI
Netflix will die Stimmen von Synchronsprecher*innen nutzen, um eine KI zu trainieren. Die verweigern sich [cinearte 796]. Der Verband deutscher Synchronsprecher*innen (VDS) hat ein Rechtsgutachten dazu erstellen lassen, berichtet Jonas Kähler in der „Taz“: „Dieses kommt zu dem Schluss, dass zentrale Klauseln des Vertrages urheber-, daten- und vertragsrechtlich unwirksam oder rechtswidrig seien und dass der Vertrag die Existenzgrundlage deutscher Synchronsprecher*innen gefährde. Die Klauseln zum KI-Training würden die Nutzung der Stimmaufnahmen zu unklar definieren. Zudem manifestiere der Vertrag das Machtgefälle zwischen Netflix und den Sprecher*innen. Von einer Unterzeichnung wird daher abgeraten. Das Gutachten verweist zudem darauf, dass Netflix, wie auch Amazon, ein Patent angemeldet hat, welches menschliche Sprecher*innen verzichtbar mache. Aus Stimmaufnahmen und Videomaterial könnte diese Technologie lippensynchrone Übersetzungen erzeugen, ohne dass je ein Mensch vor einem Mikro stand. Der neue Vertrag ebne den rechtlichen Weg für diese Entwicklung, an dessen Ende eine Synchronisation ohne Sprecher*innen stehe. Das Fazit des Gutachtens: ,Die Sprecher*innen unterschreiben heute die Bedingungen ihrer eigenen Ablösung.
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