verdi-Newsletter SPOT #3 vom 21. April 2021
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21. April 2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

auch der 1. Mai 2021 wird kein Tag der Arbeit sein, wie wir ihn von früher kennen. Die Pandemie verbietet große Demonstrationen und Kundgebungen. Dennoch ist es wichtig, Haltung zu zeigen. Dazu passt der diesjährige bundesweite Aufruf des DGB mit dem Titel „Solidarität ist Zukunft!“ Darin heißt es u.a.:
„Niemand bewältigt die Krise allein. Nur als Wir, nur, wenn wir gemeinsam handeln, finden wir den Weg in eine gute Zukunft. Mit guten Arbeitsbedingungen für alle in einer gesunden Umwelt. Nur gemeinsam mit allen Beschäftigten und mit Unternehmen, die ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden und nicht auf schnelle Profite setzen, wird es uns gelingen, die Krise rasch zu überwinden. Nur gemeinsam werden wir die weitere Spaltung der Gesellschaft verhindern. Wenn nicht jeder und jede nur an sich denkt, sondern wir füreinander einstehen, werden wir unsere Demokratie stärken.“

In diesem Sinne: Bleibt stark und solidarisch!
Euer Team aus dem Bereich Medien bei ver.di

Die Themen:

 

RUND UM VER.DI

Tarifverhandlungen für Filmschaffende kurz vor Abschluss

Noch werden die ver.di-Forderungen für Filmschaffende - häufigere zusammenhängende Ruhetage bzw. freie Wochenenden, klare Ruhezeiten nach Nachtdreh ins Wochenende und Zuschläge für Sonnabend und Sonntag - verhandelt. Aber es gibt deutliche Fortschritte und auch die Produzentenallianz will diese Kernthemen besser regeln. Ein Abschluss des neuen Tarifvertrages soll bis Ende April gelingen.

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...und ohne Tarifvertrag?

Was es heißt, ohne gültigen Tarifvertrag am Filmset zu arbeiten und welche Handlungsmöglichkeiten es dennoch gibt, darüber sprachen Marcus Sonnenschein, Bernhard Speck und Matthias von Fintel schon Mitte März, hier nachzulesen:

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Studie zu Präkarisierung im Journalismus

Als „alarmierend“ hat die dju in ver.di die Ergebnisse der aktuellen Studie zur „Prekarisierung im Journalismus“ bezeichnet. Erste Ergebnisse einer zugehörigen Befragung – zur Teilnahme hatten die dju in ver.di und andere journalistische Verbände aufgerufen – legten Wissenschaftler der Münchener Universität jetzt vor. Vor allem die „dramatische Situation der freien Journalist*innen“ verlange gesetzgeberisches Handeln, so die Gewerkschaft.

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AUS DER BRANCHE

Filmförderung Hamburg-Schleswig Holstein: Director's Cut

Insgesamt 22 Projekte hat das Director’s Cut-Gremium der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein in seiner neuesten Sitzung mit mehr als 1,6 Millionen Euro unterstützt. Unter den geförderten Projekten sind ein Episodenfilm um eine Bombenentschärfung im Hamburger Schanzenviertel sowie das Spielfilmdebüt von Charly Hübner nach einem Roman von Tomte-Frontmann Thees Uhlmann. Übersicht über alle geförderten Projekte:

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Filmstiftung fördert sieben Hörspielprojekte

Die Film- und Medienstiftung NRW vergibt eine Produktionsförderung und sechs Arbeitsstipendien für sieben Hörspielprojekte in Höhe von insgesamt 34.000 Euro. Die entsprechenden Empfehlungen erarbeitete der Beraterstab in der ersten Video-Sitzung des laufenden Jahres.

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„Annette“ eröffnet Cannes Filmfestival 2021

Die internationale Koproduktion „Annette“ von Leos Carax feiert Weltpremiere als Eröffnungsfilm des 74. Festival de Cannes am 6. Juli 2021 und läuft auch im Wettbewerb. Die Film- und Medienstiftung NRW förderte das Musical mit insgesamt 500.000 Euro.

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Dokfilm I: Filmemacher*innen für Transparenz

Im Dokumentarfilm „Lovemobil" waren Darstellerinnen ohne Kennzeichnung eingesetzt worden. In einer Onlinekampagne geloben Filmschaffende nun transparente Arbeit. „Wir wollen dazu beitragen, dass die Lebenswirklichkeit so vielfältig erfasst und abgebildet wird, wie sie ist", so die Initiatorinnen der Kampagne, die Produzentinnen Susanne Stenner und Sandra Trostel. Unterzeichnet haben unter anderem die Regisseurinnen Mo Asumang und Monika Treut sowie der Filmemacher Stephan Lamby.

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Dokfilm II: Zwischen Kostendruck und Erwartungen

Auch dank der Streamingdienste sind Dokumentarfilme beliebt wie lange nicht. Aber wie soll die Wirklichkeit aussehen, die sie abbilden? Seit dem Fall „Lovemobil“ wird diese Frage diskutiert. Filmschaffende kritisieren nun: Das Publikum erwartet immer mehr – doch parallel wächst der Kostendruck der Redaktionen. Der Deutschlandfunk greift die Debatte auf.

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Dokfilm III: 1,1 Millionen Euro Bundesförderung

Die unabhängige Jury für Dokumentarfilmförderung der Staatsministerin für Kultur und Medien wählte aus insgesamt 28 eingereichten Anträgen auf Produktionsförderung acht programmfüllende Filmvorhaben und aus 11 Anträgen auf Stoffentwicklungsförderung drei Filmstoffe zur kulturellen Filmförderung aus. Die Fördersumme beläuft sich auf insgesamt knapp 1,1 Millionen Euro.

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NDR: Kein Scherz – Gehaltssteigerung halbiert

Eigentlich sollten die Gehälter beim NDR zum 1. April um 2,45 Prozent steigen, nach der ausgebliebenen Erhöhung des Rundfunkbeitrags hatte der NDR aber Ende Januar von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht. In Tarifverhandlungen konnte ver.di zumindest die Hälfte sichern. Die Gehälter für Festangestellte und freie Mitarbeiter*innen steigen nun um 1,225 Prozent. Außerdem ist es gelungen, die volle, ursprünglich vorgesehene Steigerung für Azubis und Volontär*innen durchzusetzen. Im Herbst soll über die zweite Hälfte der Erhöhung verhandelt werden.

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BILD wird TV

Vom WebTV ins reguläre Fernsehen. Was sich schon abzeichnete, hat Axel Springer nun offiziell gemacht: Noch vor der Bundestagswahl will das Medienhaus mit Bild einen dritten Fernsehsender starten.

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Bertelsmann I: G+J-Betriebsrat gegen Fusion mit RTL

Im Februar hatte Bertelsmann verkündet, dass die Mediengruppe RTL und Gruner+Jahr eine weitergehende Zusammenarbeit bis hin zu einer möglichen Fusion prüfen. Gegenwind kommt vom G+J-Betriebsrat in Hamburg.

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Bertelsmann II: Rekordergebnis trotz Corona

Der Bertelsmann-Konzern ist erstaunlich gut durch 2020 gekommen. Corona-bedingt gab es zwar einen leichten Umsatz-Rückgang, der operative Gewinn erreicht aber sogar einen Höchstwert: Unterm Strich blieb ein Konzernergebnis von 1,5 Milliarden Euro übrig, ein massives Plus von 34 Prozent im Vergleich zu 2019.

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Alles beim Alten im TV-Programm

Trotz der Pandemie: Das TV sendet weiter die gängigen Formate. Viele Dauerbrenner erfreuen sich weltweit großer Beliebtheit. Daneben kommen neue Spiel- und Quizshows mit besonderem Kniff auf den Markt. Einen Überblick gibt es hier:

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Österreich: Petition zu Geschlechterquote in der Filmförderung

Auch österreichische Filmschaffende machen jetzt mobil für eine Geschlechterquote in der Filmförderung. Nur rund 30 Prozent des in Österreich zur Verfügung stehenden Förderbudgets für die Filmherstellung geht an Frauen. Filmproduzentin und einstige Diagonale-Leiterin Barbara Pichler: „Die heimische Filmlandschaft ist nach wie vor mehrheitlich in männlicher Hand“, stellte die Mitinitiatorin der Petition "No Change Without Change" fest. Viele prominente österreichische Filmschaffende sind bereits an Bord.

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Preisträger*innen BW Goes Mobile

Eine App zur Trauerbewältigung, eine KI- und Softwareanwendung, die Künstler*innen und Zuschauer*innen bei Online-Veranstaltungen näher zusammenbringt, eine App für nachhaltige Tiervermittlung und ein neuartiges Lernformat mit Klebepunkten - das sind die Ideen, für die vier Start-ups mit dem MFG-Ideenwettbewerb BW Goes Mobile 2021 ausgezeichnet wurden.

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nordmedia talk&night kürte CLOSEUP-Stipendiat*innen

Vier Projekte wurden von der Jury mit Stipendien ausgezeichnet: Das Team der musikalischen Komödie (Webserie) „Grilli gibt nicht auf“, Das Bremer Kammerspielensemble mit „Audiovisualisierung des Klimawandels“, das Projekt „Seestadt Archiv“ mit seiner crossmedialen Perspektive der Sail Bremerhaven sowie das Team „The Tank“ mit experimentellen Kurzfilmen über Isolation. Mehr zum CLOSEUP-Programm und über die Teams ist in der aktuellen CLOSEUP-Broschüre 2019-21 nachzulesen.

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Corona-Krise

Kein KSK-Rauswurf wegen Honorareinbruch

Damit in der Künstlersozialkasse (KSK) versicherten Künstler*innen und Publizist*innen wegen fehlenden Einkommens in der Corona-Pandemie ihr Versicherungsschutz nicht verlorengeht, wurde die jährliche Mindesteinkommensgrenze mit dem „Sozialschutzpaket III“ ausgesetzt. Auch die parallele Ausübung einer nicht künstlerischen oder publizistischen Beschäftigung schließe die Versicherungspflicht nicht grundsätzlich aus.

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Hessen: Corona-Fördermittel-Beratung für Filmschaffende

Aufgrund der Pandemieauflagen leiden Film- und Medienschaffende durch abgesagte Aufträge erheblich. Um die schlechte Auftragslage speziell auch der Soloselbstständigen und Freiberufler zu verbessern, bieten das Land Hessen sowie der Bund verschiedene Hilfsprogramme an. Um durch den Dschungel von Anträgen, Fristen, Auflagen und veränderten Verordnungen hindurch zu kommen, bieten das Filmhaus Frankfurt e.V. und die Initiative Hessen Film eine Corona-Fördermittel-Beratung an. Das Beratungsangebot richtet sich an alle freiberuflichen und selbstständigen Film- und Medienschaffenden aus Hessen und ist kostenfrei. Es gibt Seminare sowie Einzelberatungen (via ZOOM, telefonisch, evtl. auch in Präsenz oder Hybrid). Die Voranmeldung ist ab sofort möglich.

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Immer aktuelle Corona-Infos für Selbstständige

Zu den vielen Ärgernissen und wenigen Lichtblicken bei den Hilfspaketen informiert immer aktuell der Corona-Info-Pool für Selbstständige der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. Dort findet sich u.a. auch der Link zu einem Erklärtext zur Neustarthilfe (unbedingt vor Antragstellung lesen!).

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TERMINgeschäft

21. April, 18 Uhr: Free The Gaze! Onlinediskussion

Das Internationale Frauenfilmfestival Dortmund/Köln lädt zur 9. internationalen Paneldiskussion, diesmal online und unter dem Titel „Free the Gaze – A best practice discussion on cinematic emancipation“. Die Diskussion findet auf Zoom statt und dauert 90 Minuten. Die Teilnahme ist kostenlos.

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26. April ab 10 Uhr: Info zu Multimedia-Journalismus

Die Hörfunkschule Frankfurt bietet zusammen mit dem Hessischen Rundfunk wieder den Berufsinformationstag „Start in den Multimedia-Journalismus“ online an:

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27. April, 17 bis 18.30 Uhr (Anmeldeschluss 26.04.21): Online- Podiumsgespräch

zum Thema Rechtsextremismus und Rassismus in Ost und West - Unterschiede, Gemeinsamkeiten, Blickwinkel und Handlungsmöglichkeiten; mit Prof. Dr. Klaus Dörre (Friedrich-Schiller-Universität Jena), Dr. Axel Salheiser (Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft Jena), Franziska Schröter (Friedrich-Ebert-Stiftung).
Anmeldung per Email: bildung@verdi-gpb.de

4. und 11. Mai, jeweils 16 bis 19 Uhr: Online-Seminar

„Offensiv in die Auseinandersetzung!“ - Rechtspopulismus erkennen, entlarven, widersprechen.
Anmeldung (bis 30. April) per Email: bildung@verdi-gpb.de

10./11. Mai: Webseminar Urheberrecht

Was ist in Deutschland für Journalist*innen erlaubt? Webseminar der FES-Journalistenakademie zum Medien- und Urheberrecht mit Corona-Update

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11. bis 13. Juni: ver.di DruckerTage - offen für alle

Im ver.di-Bildungszentrum „Das Bunte Haus“ in Bielefeld finden die 15. ver.di-DruckerTage mit dem Titel „Wir stärken unsere Abwehrkräfte - Union Busting, Corona und die Folgen“ statt. Referenten sind der Journalist und Publizist Werner Rügemer und Richard Detje, Sozialwissenschaftler und lange Zeit Lektor beim VSA-Verlag. Teilnehmen können alle, nicht nur Drucker*innen.

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Jetzt bewerben: PUNKT Journalistenpreis

Mit dem PUNKT zeichnet acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften seit 16 Jahren hervorragenden Technikjournalismus aus. In diesem Jahr vergibt die Jury den Preis in den Kategorien Multimedia und Foto. Darüber hinaus hat die Akademie ein Fotostipendium zum Thema „Technik und Nachhaltigkeit“ ausgeschrieben. Bewerbungen können bis zum 10. Mai 2021 eingereicht werden.

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Gutenberg-Recherchepreis

Adressat*innen des Wettbewerbs sind jüngere Journalist*innen von Lokal- oder Regionalzeitungen sowie regionalen Onlinemedien bis einschließlich 35 Jahre. Prämiert werden Beiträge, die sich durch exzellente Recherche-Arbeit im regionalen Journalismus auszeichnen und im Zeitraum Mai 2020 bis April 2021 publiziert wurden bzw. werden. Einsendeschluss ist der 17. Mai 2021.

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Otto-Brenner-Preis

Der Otto-Brenner-Preis für kritischen Journalismus ist wieder in verschiedenen Kategorien samt Nachwuchspreis ausgeschrieben. Bewerbungen sind ab sofort und bis zum 30. Juni 2021 möglich.

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Gamesentwicklung in Heidelberg

Die MFG Baden-Württemberg sucht Gamesentwickler*innen für ihr neu gegründetes Games-Zentrum in Heidelberg. Bis zu fünf Teams erhalten die Möglichkeit, ihr Projekt im Bereich Life Science / Healthcare ab 1. Juli im neuen Workspace in Heidelberg zu entwickeln. Gamesentwickler*innen und Gründer*innen aus der Games-Branche können sich bis zum 31. Mai bewerben.

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Texte: Gundula Lasch
Redaktion: Monique Hofmann
V.i.S.d.P.: Matthias von Fintel, Geschäftsführer
connexx.av GmbH, c/o ver.di
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin
Bei Fragen, Anregungen oder Kritik sind wir erreichbar:
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