Neues aus der Theaterlandschaft

 
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
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BeitragVerfasst am: Sa Feb 11, 2006 4:18 am    Titel: Neues aus der Theaterlandschaft Antworten mit Zitat
Theater Vorpommern übernimmt Spielstätte auf Rügen

Das Theater Vorpommern Stralsund / Greifswald hat am 1. Januar 2006 das Theater in Putbus auf Rügen als dritte feste Spielstätte übernommen. Ein Gesellschaftervertrag zwischen den Hansestädten Stralsund, Greifswald und dem Landkreis Rügen war kurz zuvor unterzeichnet worden. Das Theater Putbus war zuletzt ein Bespieltheater ohne eigenes Ensemble.

Opernstudio an der Berliner Staatsoper

Ab September 2006 sollen an der Staatsoper Unter den Linden junge Spitzensolisten ausgebildet werden. Das hierfür geplante Opernstudio wird vollständig von der “Die Viscount St. Davids Stiftung zu Berlin” finanziert. In einer zweijährigen praxisnahen Ausbildung sollen nach dem Vorbild ähnlicher Einrichtungen in New York, London und Zürich talentierte junge Opernsänger gefördert werden.

Knallen erlaubt

Nach einem Urteil des Bundesgerichsthofs (BGH) müssen Theater das Publikum nicht vor Knalleffekten in Aufführungen warnen. Ein Theaterbesucher hatte 1999 im Staatstheater Wiesbaden durch den Knall einer Schreckschusspistole einen Hörschaden erlitten; doch wissen nach den Worten der Richter Theatergänger, dass es im Theater nicht immer leise zu-gehe.

Nix nach Konstanz

Christoph Nix wird zum Beginn der Spielzeit 2006/2007 Intendant des Theaters Konstanz. Er tritt die Nachfolge von Dagmar Schlingmann an, die an das Staatstheater Saarbrücken wechseln wird. Derzeit ist der 51-jährige Jurist Nix als Professor an der Evangelischen Hochschule Hannover tätig. Zuvor war er Intendant am Theater Nordhausen und anschließend am Staatstheater Kassel.

Neue Kölner Schauspielchefin

Die Regisseurin Karin Beier soll ab der Spielzeit 2006/2007 Intendantin des Kölner Schauspiels werden. Die gebürtige Kölnerin ist derzeit Hausregisseurin am Wiener Burgtheater. Die 39-Jährige löst Marc Günther ab, dessen Vertrag nicht verlängert wurde.

Rettung für das Kölner “theater der keller”

Die Kölner Privatbühne theater der keller, die in ihrer Existenz gefährdet war, weil der Mietvertrag der bisherigen Spielstätte nicht verlängert wurde, ist gerettet. Im August 2006 bezieht das Theater neue Räume im Kölner Norden. Das Theater verfügt dort über zwei Spielstätten mit 192 bzw. 60 Plätzen und über Arbeitsräume für die dem Theater angeschlossene Schauspielschule. Für den Ausbau der neuen Spielstätte sind Investitionen in Höhe von 1,5 Millionen Euro nötig.

“Theaterformen” gesichert

Das Festival Theaterformen soll nach Auskunft des niedersächsischen Kulturministers Lutz Stratmann ab 2007 jährlich abwechselnd in Hannover und Braunschweig stattfinden. Bislang wurde es zweijährig in beiden Städten veranstaltet. Beide Städte haben zugesichert, weiterhin einen Teil der Kosten zu tragen.

Neue “Impulse”

Das renommierte Off-Theater-Festival wird nach einem Beschluss der Vollversammlung des NRW Kultursekretariats zukünftig nur noch alle zwei Jahre stattfinden. Künstlerische Leiter werden (dann für 2007) der ehemalige Hamburger Schauspielhaus-Intendant Tom Stromberg und der Regisseur Matthias von Hartz.

Schaubühnenkrise

Nach der Auflösung der Kooperation zwischen Berliner Schaubühne und Sasha Waltz’ Tanzcompagnie steht das Theater vor dem Aus. Der Senat hat beschlossen, den Etat des Theaters um 600000 Euro ab 2006 zu kürzen und diese Summe der Tanzcompagnie zuzuschlagen.

Unesco verabschiedet Kultur-Konvention

Die Weltorganisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur, UNESCO, hat gegen die Stimmen der USA und Israels die Konvention zum Schutz kultureller Vielfalt verabschiedet. Demnach sind kulturelle Güter wie Filme, Fernsehprogramme, Musik und Theater keine normalen Waren; vielmehr haben Staaten das Recht, “Maßnahmen zu ergreifen, anzunehmen und beizubehalten, die ihnen zum Schutz und der Förderung der Vielfalt kultureller Äußerungen geeignet erscheinen.” Sie tritt in Kraft, sobald 30 der 191 Mitgliedstaaten sie ratifiziert haben.

Zittauer Theater vorerst gerettet

Die von der Stadtverwaltung geplante Streichung der Zuschüsss des Zittauer Gerhart-Hauptmann-Theaters ist abgewendet. Auf einer Stadtratsitzung sprachen sich alle Fraktionen für den Erhalt des Theaters aus; der Zuschuss der Stadt wird allerdings nach 2007 von jährlich 435000 Euro auf 400000 Euro gekürzt. Insgesamt werden dem Theater ab 2008 jährlich rund 500000 Euro weniger zur Verfügung stehen.

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