Verfasst am: Mi Nov 10, 2010 6:33 pm Titel: Wie Ministerin Ilse Aigner die ?ffentlichkeit t?uschte...
abgespeist - denn Etiketten l?gen wie gedruckt
Newsletter: Wie Ministerin Ilse Aigner die ?ffentlichkeit bei der Ampel t?uschte
Hallo und guten Tag, Herr Wiebking, 08.11.2010
?ber Monate hinweg haben Vertreter des Bundesverbraucherministeriums die ?ffentlichkeit beim Thema Ampelkennzeichnung get?uscht ? bis hin zu Staatssekret?rin Julia Kl?ckner und Ministerin Ilse Aigner. Systematisch haben sie eine Studie aus dem eigenen Hause falsch dargestellt, um auch damit die Ampel zu verhindern.
Darum geht es: Gefragt nach der Ampelkennzeichnung, hat Ilse Aigner stets f?r das so genannte ?1 plus 4?-Modell geworben ? genau jenes komplizierte System aus Zahlen und Prozentangaben, das bei der Lebensmittelindustrie ?GDA?-Kennzeichnung hei?t. Frau Aigner argumentierte dabei auch mit einer Umfrage aus ihrem eigenen Ministerium von M?rz 2008. ??ber 80 Prozent der Befragten?, so die Ministerin, beurteilten das ?1 plus 4?-Modell als ?informativ, verst?ndlich und ?bersichtlich?. Das klingt beeindruckend, hat aber einen entscheidenden Haken. Wenn Frau Aigner vom ?1 plus 4?-Modell sprach, meinte sie Zahlen und Prozentwerte ? aber keine Farben. Bei der Umfrage ihres Ministeriums, noch von Vorg?nger Horst Seehofer beauftragt, spielen die Farben dagegen eine entscheidende Rolle. Den Befragten wurde n?mlich eine Grafik gezeigt, in der die N?hrwertangaben mit den Ampelfarben Rot, Gelb und Gr?n eingef?rbt waren. Das ?1 plus 4?-Modell, wie es Ilse Aigner propagiert, bekamen sie gar nicht zu sehen. Im Klartext: Frau Aigner benutzt eine Umfrage, die klar f?r den Einsatz von Farben spricht, um gegen die Ampel Stimmung zu machen. Mehr dazu hier ?
Das ist keine kleine Ungenauigkeit, sondern unredlich: Schlie?lich hat Frau Aigner mit diesem falschen Argument Einfluss auf den europ?ischen Gesetzgebungsprozess genommen. Hier liegt der Ball jetzt ?brigens wieder bei der deutschen Ministerin. Nachdem das Europaparlament im Juni relativ knapp gegen die Ampel votierte, m?ssen jetzt Frau Aigner und ihre Kollegen im Rat der EU-Minister ?ber eine neue N?hrwertkennzeichnung beraten. Bisher vertritt die Bundesverbraucherministerin dort offenbar alles andere als die Interessen der Verbraucher. Im Oktober sprach sie sich ausdr?cklich daf?r aus, N?hrwerte wie bisher in Bezug auf Portionsgr??en anzugeben. Dabei sind diese in Praxistests l?ngst gescheitert. Das Europaparlament hatte deshalb immerhin f?r einheitliche Angaben bezogen auf 100 Gramm gestimmt, weil die Verbraucher nur so zwei Produkte einfach miteinander vergleichen k?nnen. Frau Aigner f?llt jetzt sogar hinter diesen Kompromiss zur?ck.
Bitte fordern Sie Ilse Aigner auf, sich in den Beratungen des EU-Ministerrats endlich f?r die Ampelkennzeichnung einzusetzen! Unterzeichnen Sie jetzt unsere E-Mail-Aktion an Frau Aigner und alle zust?ndigen Minister der EU-Staaten:
Sie haben schon mitgemacht? Dann empfehlen Sie die Aktion Ihren Freunden und Bekannten ? hier ?
Klicken Sie sich rein,
Ihr foodwatch-Team
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PS: Sogar eine Ministerin informiert die ?ffentlichkeit falsch ? das zeigt, wie wichtig unabh?ngige Organisationen sind, die der Politik auf die Finger schauen. Unsere Arbeit ist nur m?glich mit Ihrer Hilfe ? bitte unterst?tzen Sie uns und werden Sie F?rdermitglied:
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