Sie erhalten heute von connexx.av die Ausgabe fuer Juli/August des BFV-Newsletter in 2010. connexx.av und der BundesFilmVerband (BFV) in ver.di wollen mit diesem monatlichen Newsletter fuer bessere Information und Transparenz bei den Beschaeftigten der Produktionswirtschaft von Film- und Fernsehen sorgen. Insbesondere sollen hier film- und sozialpolitische Themen aufgegriffen werden. Der BFV bildet das gewerkschaftliche Netzwerk von Film- und Kulturschaffenden sowie allen anderen an der Film- und Fernsehproduktion beteiligten Beschaeftigten. Er tritt fuer Kunstfreiheit und gerechte Arbeitsbedingungen ein. Als vorrangiges Ziel strebt er eine integrierte Interessenvertretung dieser Filmberufe in der zergliederten Branche gegenueber Sendern, Produzenten und der Politik an:
<http://www.connexx-av.de/filmfernsehproduktion_bfv.php?a=20100700&b=2245&c=t>
Inhalt
SONDERMELDUNG: BFV unterstuetzt offenen Brief vom BFFS zur Kritik an neuer Vergabepraxis des Deutschen Filmpreises
1. Urheberrechts-Tarifverhandlungen mit verheissungsvollem Beginn
2. BundesFilmVerband BFV kritisiert Budgetkuerzung bei ZDF-Produktionen
3. VTFF-Tarifergebnis mit Nachdruck der Beschaeftigten
4. Home-Entertainment vor dem Umbruch - onlinefilm.org mit mehr als 1000 Titel
5. Piraten schneller als Gerichte und Politik - viele Arbeitsplaetze gehen verloren!
6. Streit um GEZ-Umstellung - BFV Vorstand mahnt solide Finanzierung an
7. Bewegung bei Digitalisierungsnormen
8. Meldungen
9. Impressum / Abo
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SONDERMELDUNG: BFV unterstuetzt offenen Brief vom BFFS zur Kritik an neuer Vergabepraxis des Deutschen Filmpreises
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Der Wegfall saemtlicher Einzelleistungen bei der Vergabe des Deutschen Fernsehpreises (bis auf Hauptdarsteller und eine Vergabe fuer "besondere Leistungen", bei der dann saemtliche Gewerke offenbar miteinander konkurrieren muessen) ist - bei allem Verstaendnis fuer den Wunsch nach einer Veranstaltung, die nicht ausufert - ein Schlag ins Gesicht der Filmschaffenden, die mit ihrem Engagement und ihrer Kreativitaet diese Programmvielfalt erst moeglich machen. "Die Macher dieser fiktionalen Programme nicht mehr zu ehren, bedeutet auch deren Qualitaet nicht mehr wert zu schaetzen; also welchen Grund gebe es noch fuer die Filmschaffenden selbst an dieser Veranstaltung teilzunehmen", kritisiert Hans-Werner Meyer von Vorstand des BFFS. Der Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler BFFS wird sich mit einem offenen Brief an die Veranstalter wenden, ihr Vorgehen zu ueberdenken, um dem Preis durch diese desastroesen Aenderungen nicht seine bisherige Strahlkraft zu rauben.
Der Vorstand des BundesFilmverbandes BFV in ver.di wird sich im Namen aller gewerkschaftlichen Filmschaffenden dieser Kritik anschliessen und den Brief voll umfaenglich unterstuetzen. "Bedauerlicherweise ist die Kategorienauswahl derart gelaufen, dass die eigentlichen Urheber keine Ehrung mehr erfahren werden. Bis auf Hauptdarsteller werden ansonsten nur Spitzenformate oder Produkte geehrt. Gleichwohl noch besondere Leistungen in der Fiktion, in der Unterhaltung und in der Information. Dass die Ehrung von Regie, Schnitt, Kamera, Szenenbild u.a. wegfaellt, ist schlicht skandaloes", so der Vorstand des BFV.
Der Offene Brief als PDF-Datei:
<http://www.connexx-av.de/upload/m4c6d5e8f967e7_verweis1.pdf>
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1. Urheberrechts-Tarifverhandlungen mit verheissungsvollem Beginn
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Eine Erloesbeteiligung fuer alle urheber- und leistungsschutzberechtigten Filmschaffenden ist das Ziel der Verhandlungen, die der BundesFilmVerband in ver.di (BFV), der Bundesverband Filmschnitt Editor (BFS), der Bundesverband der Film und Fernsehschauspieler (BFFS) und die Bundesvereinigung Filmton (bvft) auf der Arbeitnehmerseite und die Produzentenallianz auf der Arbeitgeberseite im Juli in Muenchen begonnen haben. "Ziel der Tarifverhandlungen ist es, fuer eine angemessene und am Wert der Arbeit von kreativen Filmschaffenden orientierten Verguetung zu sorgen. Bei einer Einigung wuerden die urheberrechtlichen Tarifregelungen fuer als Arbeitnehmer angestellte Urheber an Filmwerken gelten - und damit unter anderem fuer Kameraleute, Film- und Soundeditoren, Szenen- und Kostuembildner und Regisseure sowie fuer leistungsschutzberechtigte Kuenstler, also Schauspieler.
"Trotz der steigenden Bedeutung einer jahrelangen und sehr vielfaeltigen Auswertung von Kino- und Fernsehfilmen, gibt es bisher keine nach dem Urheberrechtsgesetz vorgesehene Branchenregelung fuer Filmproduktionen;" so Matthias von Fintel, Verhandlungsfuehrer von ver.di. Schwerpunkt sind zunaechst Kinofilme, bei denen die Verwertungsschritte gesetzlich klar definiert sind. Von Fintel lobt, dass schon die erste Runde sehr konstruktiv war und die Verhandlungen ins Detail gegangen sind. Trotzdem rechnet er angesichts der Komplexitaet der Materie mit mindestens einem Jahr bis zum Abschluss.
Zum Volltext:
<http://www.connexx-av.de/meldung_volltext.php?id=4c6d606b99342&akt=filmfernsehproduktion&a=20100701&b=2245&c=t>
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2. BundesFilmVerband BFV kritisiert Budgetkuerzung bei ZDF-Produktionen
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Eine-Millionen-Euro-Movie oder standardisierte Movie-Produktion, bei der die Drehzeit auf 15 Tage gedrueckt wird. Die Fernsehsender lassen sich einiges einfallen, um den Einbruch der Einnahmen durch die Befreiung der Hartz IV-Empfaenger von der GEZ-Gebuehr oder bei den Werbeeinnahmen aufzufangen. Nicht immer zur Freude von Produzenten und den Filmschaffenden vor und hinter der Kamera. Eine Reduzierung der Budgets koennte sie um Gewinne und Erloese, um Gagen, Gehaelter und Arbeitslosengeld bringen. Aufgeschreckt wurde die Branche zunaechst von einem Interview von ZDF-Fernsehspielchef Reinhold Elschot. Er kuendigte fuer das ZDF fuer 2011 die Produktion von mindestens zwei Montags-Filmen an, deren Budget bei 1 Mio. Euro liegen soll. Bislang lag der Schnitt bei 1,2 Mio. Euro. Mit weniger Geld fuer Gagen, Drehtage und Ausstattung sollten die freien Produzenten das gleiche wie bisher liefern. Auf Nachfrage der Produzentenallianz ruderte Elschot zurueck, doch das Ziel bleibt klar.
"Das ZDF strebt keinen Modellwechsel an; wir befinden uns ja mit der Produzentenallianz in sehr konstruktiven und zielfuehrenden Gespraechen zu den Terms of Trade. Zugleich wollen wir mit interessierten Produzenten das Experiment wagen, einen Film fuer 1-Million-Euro herstellen zu lassen. Dies kann nur unter ganz bestimmten Bedingungen gelingen und stellt hoechste und spezifische Anforderungen an Drehbuch und Gesamt-Setting des Projekts, das gemeinsam von Produzent und Sender gewollt sein und erarbeitet werden muss. Der Normalfall kann ein solches Projekt nicht sein und werden."
Die Gewerkschaft ist alarmiert, dass aus dem Einzel- der Normalfall werden koennte. Sie fordert von den Sendern ein Umdenken. Im Interesse von Mitarbeitern und Kreativen.
Zum Volltext:
<http://www.connexx-av.de/meldung_volltext.php?id=4c6d60e163221&akt=filmfernsehproduktion&a=20100702&b=2245&c=t>
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3. VTFF-Tarifergebnis mit Nachdruck der Beschaeftigten
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Zwischen dem Arbeitgeberverband fuer Filmtechnische Betriebe (VTFF) und der Gewerkschaft ver.di wurde fuer die seit Ende 2009 laufende Tarifrunde um Manteltarifvertrag und Tariferhoehungen folgendes Ergebnis erzielt:
-> Die Gehaelter im Entgelttarifvertrag steigen in zwei Stufen um 1,2 % ab September 2010 und um weitere 1,3 % ab Januar 2011.
-> Der Manteltarifvertrag - vor allem die Zuschlagsregelungen - bleibt unveraendert.
-> Beide Tarifvertraege haben eine Laufzeit bis Ende 2011.
Fuer zwei Betriebe (Bavaria Film und Bavaria Studios) wurde eine zusaetzliche Einmalzahlung und ein frueherer Zeitpunkt fuer die zweite Stufe der Tariferhoehung vereinbart. Damit wird der im Vergleich zu anderen VTFF-Betrieben besonderen Unternehmenssituation Rechnung getragen. Der ver.di-Verhandlungskommission war mit Blick auf alle VTFF-Betriebe wichtig, neben dem Erhalt des Manteltarifvertrages auch echte lineare Tariferhoehungen zu erreichen.
Das erreichte Verhandlungsergebnis ist kurzfristig und effektiv besser als das letzte VTFF-Angebot aus Einmalzahlung von 300 EUR und Tariferhoehung um 1,8 % ab Januar 2011. Es wirkt zudem langfristig, weil die prozentuale Tariferhoehung die Basis fuer Zuschlaege und das zusaetzliche Entgelt sowie zukuenftige Tariferhoehungen ist.
Zum Volltext:
<http://www.connexx-av.de/meldung_volltext.php?id=4c68dc2d838c2&akt=avproduktion&a=20100703&b=2245&c=t>
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4. Home-Entertainment vor dem Umbruch - onlinefilm.org mit mehr als 1000 Titel
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"Der DVD-Markt in Sued-Korea ist voellig zusammen gebrochen. Das hat uns Filmemacher in eine tragische Situation gestuetzt, denn die Filme werden illegal aus dem Netz runter geladen," umschreibt Joon-ho Bong, Regisseur des Hits "The Mother" die Situation in seinem Land. "Momentan versuchen wir Kampagnen zu starten, dass illegale Downloads verboten werden sollen und dafuer legale Downloads moeglich werden, damit wir die Verluste aus dem Wegfall des DVD-Geschaefts wieder ausgleichen koennen." Was Joon-ho Bong fuer seine Heimat beschreibt, sieht Martin Moszkowicz, Vorstand Film und Fernsehen der Constantin und Vorsitzender der Europaeischen Produzentenvereinigung, auch auf den alten Kontinent zukommen. Wenn 70% eines Landes mit Breitbandanschluessen versorgt seien, koenne der DVD-Markt zusammenbrechen. Spanien stehe kurz vor dieser Schallmauer, sagt er beim Wirtschaftsgipfel der MBA am 17. Juni in Berlin.
Der Ausbau der schnellen Internetverbindungen zum Transport grosser Datenmengen ist auch ein erklaertes Ziel der Bundesregierung unter Angela Merkel. 60% der Deutschen hatten 2009 bereits Zugang, 2014 sollen es 75% sein. Dazwischen koennte der Break-Even-Punkt liegen, was der Branche durchaus bewusst ist. Zu den zahlreichen unabhaengigen Plattformen gehoert onlinefilm.org von Cay Wesnigk. 2000 hat der Filmemacher angefangen seine Idee zu verwirklichen, scheiterte aber noch an den hohen Leitungskosten von Monopolist Telekom.
Zum Volltext:
<http://www.connexx-av.de/meldung_volltext.php?id=4c6d640ae70eb&akt=filmfernsehproduktion_bfv&a=20100704&b=2245&c=t>
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5. Piraten schneller als Gerichte und Politik - viele Arbeitsplaetze gehen verloren!
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Welche Ausmasse illegale Downloads mittlerweile haben, musste kuerzlich der amerikanische Fernsehsender ABC schmerzlich feststellen. Nur 13,5 Mio. Zuschauer verfolgten an den Fernsehschirmen Ende der sechsten und letzten Staffel des Insel-Epos "Lost". Das waren nur gerade mal zwei Mio. mehr als der Zuschauerdurchschnitt der fuenften Staffel. Die Erwartungen waren deutlich hoeher. Im Internet knackte die Episode am Tag nach der TV-Ausstrahlung alle Download-Rekorde auf der Internet-Tauschboerse "BitTorrent". Knapp eine Million Mal wurde die Folge in weniger als einem Tag auf Festplatten rund um den Globus gebrannt, berichtet der Internetdienst TorrentFreak. Bis zum Wochenende duerften es vier bis fuenf Mio. illegale Downloads sein. "Lost" war damit nach "Heroes" 2009 die am haeufigsten geklaute Serie, so TorrentFreak. Auf ca. neun Milliarden Euro schaetzt die Branche den Schaden europaweit, 184.000 Arbeitsplaetze gehen durch die Piraterie verloren.
Alleine in Deutschland wird der Verlust auf 34.000 Arbeitsplaetze geschaetzt. Und die Tendenz ist steigend. Tauschboersen verlieren Marktanteil, er liegt nur noch bei 15 - 20%. Filesharing von Seiten wie Kino.To heisst das grosse Zauberwort, bei dem mit einem Druck auf den Play-Buttom ein ganzer Film von verschiedenen Servern herunter geladen wird. Auf bis zu 1,2 Mio. Abrufe kommen aktuelle Hits von Bildschirm und Leinwand in 24 Stunden. Bis zu Sieben Mio. Mal werden sie dann insgesamt herunter geladen.
Zum Volltext:
<http://www.connexx-av.de/meldung_volltext.php?id=4c6d657b20198&akt=filmfernsehproduktion_bfv&a=20100705&b=2245&c=t>
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6. Streit um GEZ-Umstellung - BFV Vorstand mahnt solide Finanzierung an
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Eine Vorabmeldung des "Spiegel" von Anfang Juli sorgte fuer Aufregung in der Medienbranche. Das Hamburger Magazin hatte spekuliert, dass durch die Umstellung auf die neue Rundfunk-Gebuehr ab 1. Januar 2013 ARD und ZDF "815 Millionen zusaetzliche Maeuse" zur Verfuegung staenden. Demnach duerften sich die oeffentlich-rechtlichen Sender auf "deutlich mehr Geld freuen als prognostiziert wurde". Dazu jedoch teilt die ARD am 11. Juli mit: "Weder ARD, ZDF und Deutschlandradio noch den Laendern, die fuer ein neues Modell verantwortlich zeichnen, ist es derzeit moeglich, eine valide Zahl an Beitragseinnahmen fuer die Zeit nach dem 1.1.2013 zu nennen." Diese Argumentation der ARD ist richtig. Bislang haben die Ministerpraesidenten der Bundeslaender lediglich Eckpunkte einer Neuordnung der Rundfunkfinanzierung abgesteckt. Ein ausformulierter Staatsvertragsentwurf soll erst im Herbst vorliegen. Einer der Knackpunkte ist dabei die Gebuehrenbefreiung von Hartz IV-Empfaengern.
Bleibt sie wie bisher bestehen, werden die Sender weiter mit Einnahmeverlusten rechnen muessen. Wird sie, wie von Verfassungsrechtler Paul Kirchhof vorgeschlagen und vom BundesFilmVerband in ver.di gefordert, vom Staat aufgefangen, duerften die Etats von ARD und ZDF ueppiger ausfallen. "Nur eine solide Finanzausstattung der Sender sichert die Beschaeftigungssituation der fiktionalen Produktion sowie aktuellen Berichterstattung nachhaltig und gewaehrleistet die inhaltliche und journalistische Qualitaet der Produktion", mahnt der Vorstand des BFV.
Zum Volltext:
<http://www.connexx-av.de/meldung_volltext.php?id=4c6d65efd142b&akt=filmfernsehproduktion_bfv&a=20100706&b=2245&c=t>
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7. Digitalisierungsmodell vor dem Aus
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Wer zu spaet kommt, den bestraft das Leben, in diesem Fall das Kartellamt. Die Obersten Wettbewerbshueter signalisierten, dass sie das vom Bundeskabinett und Parlament Ende Juni beschlossene Zwei-Saeulen-Modell zu Digitalisierung der Kinos nicht genehmigen werden. Danach sollte die Umruestung der 2500 sogenannten Marktkinos mit einem Umsatz von mehr als 180.000 Euro je Leinwand zu 80% von den Verleihern und zu 20% aus Eigenmitteln finanziert werden. Bei den so genannten Kriterienkinos mit einem Umsatz zwischen 40.000 und 180.000 Euro sollten Bund, Laender, Verleiher und die FFA je 20% der veranschlagten Kosten fuer die Technik von 72.000 Euro geben, der Rest haette der Kinobetreiber zu zahlen.
Doch schon dieses Modell hatte zwei Schoenheitsfehler.
Zum Volltext:
<http://www.connexx-av.de/meldung_volltext.php?id=4c6d678391f81&akt=filmfernsehproduktion_bfv&a=20100707&b=2245&c=t>
Mehr dazu bei Blickpunkt:Film:
<http://www.mediabiz.de/film/news/digitalisierungsmodell-vor-dem-aus/293942?Nnr=293942&Biz=cinebiz&Premium=N&NL=FID&uid=m41211&ausg=20100818&lpos=Anr_1>
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8. Meldungen
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Weiterbildung "Internationale Kino-Koproduktionen" vom 04.-29.10.2010 in Berlin
Unter dem Titel "Internationale Kino- Koproduktionen" fuehrt das Institut fuer Schauspiel, Film und Fernsehberufe (iSFF) in Berlin in Kooperation mit media. net berlinbrandenburg e.V. einen vierwoechigen Lehrgang fuer Film- und Fernsehschaffende durch. Erfahrene und ausgezeichnete Fachgroessen der Filmbranche schulen die Faehigkeit, Stoffe mit internationalem Potential zu erkennen und die daraus folgenden Vermarktungsstrategien zu entwickeln. Die Weiterbildung richtet sich insbesondere an Filmproduzenten, Producer, Produktionsleiter, Regisseure, Autoren und Redakteure sowie freie Medienschaffende. Zu den Dozenten gehoeren unter anderem: Claudia Loewe, Geschaeftsfuehrerin der DFA Produktion, Christine Berg, Projektleiterin beim Deutschen Filmfoerderungsfonds; Wolfgang Brehm Rechtsanwalt, Alfred Holighaus, Geschaeftsfuehrer der Deutschen Filmakademie. Die Kosten betragen 1.280 Euro. Eine Foerderung durch die Bundesagentur fuer Arbeit oder die FFA ist moeglich.
Informationen bei iSFF an der VHS Berlin Mitte, Linienstrasse 162, 10115 Berlin, Telefon: +49 (0) 30-9018 374 43, Fax: +49 (0) 30-9018 374 86, Email: <mailto:info@isff-berlin.eu>; Internet: <http://www.isff-berlin.eu>.
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Gesetz zur Arbeitslosenversicherung fuer Selbstaendige geht an Betroffenen vorbei
Fuer "realitaetsfern" haelt Frank Werneke, stellvertretender Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), den Beschluss des Bundestages zur Fortfuehrung der Arbeitslosenversicherung fuer Selbststaendige. Mit den Stimmen der Koalition hatte das Parlament Ende Juni entschieden, dass sich Gruender und Gruenderinnen mit ALG I-Anspruch freiwillig gegen Arbeitslosigkeit weiterversichern koennen - allerdings zu veraenderten Bedingungen. "Von unseren Mitgliedern wissen wir, dass sich viele die enorm erhoehten Kosten eines solchen Versicherungspflichtverhaeltnisses auf Antrag nicht werden leisten koennen", erklaerte Werneke. "Schliesslich wird in Zukunft im zweiten Jahr nach Versicherungsbeginn der Beitrag auf das Vierfache gegenueber der jetzigen Hoehe steigen. Damit wird das politische Ziel verfehlt, gerade den Schwaechsten einen Schutz anbieten zu wollen."
Ungerecht und unverstaendlich sei auch, dass trotz eines festen Beitragssatzes die Leistungen nach wie vor in vier Qualifikationsstufen bemessen werden. Ein entsprechender Antrag der SPD-Opposition zur Behebung dieser Ungleichheit wurde von der schwarz-gelben Koalition ebenso abgelehnt wie alle Antraege der drei Oppositionsparteien, die allesamt die Oeffnung der Versicherungsmoeglichkeit fuer weitere Selbststaendige verlangen - unter anderem fuer langjaehrig Selbststaendige. Eine Forderung, die auch ver.di seit Jahren an die Politik stellt.
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"Kleine Novelle" des FFG in Kraft
Das novellierte Filmfoerderungsgesetz ist es zum 1. August 2010 in Kraft getreten. Mit dieser "kleinen Novelle" wurde rueckwirkend zum 1. Januar 2004 die vom Bundesverwaltungsgericht in Leipzig kritisierte Abgabenungerechtigkeit zwischen den verschiedenen Einzahlergruppen beseitigt. Auch das Fernsehen muss wie die Film- und Videobranche jetzt zahlen, damit deutsche Filme entstehen und vermarktet werden koennen. Das naechste Wort haben jetzt die Leipziger Richter. Sie muessen entscheiden, ob ihre Bedenken mit dem Gesetzestext ausgeraeumt sind und sie den Verweis der Klage zum Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe zurueckziehen. Kulturstaatminister Bernd Neumann und die Branche hoffen auf einen Termin in diesem Jahr. Realistischer ist wohl die Annahme, dass im Fruehjahr 2011 entschieden wird.
Damit geht die Zitterpartie um die FFA weiter. Sie kann seit Jahren nur einen monetaer abgespeckten Haushalt vorlegen. Auf rund 40 Mio. Euro wird sich zum Jahresende der Fehlbetrag summiert haben, der durch die Vorbehaltszahlungen von UCI und anderen entstanden sind. Die Kinokette hatte gegen das FFG geklagt und sieht sich nach dem Leipziger Urteil im Recht.
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Aus fuer British Film Council
Der britische Film ist geschockt - ueberraschend und ohne warnende Vorankuendigung oder Konsultationen mit der Filmbranche hat die Regierung von Premier Cameron die Schliessung des halbstaatlichen British Film Council zum Fruehjahr 2012 verfuegt. Es vergab jaehrlich rund 15 Mio. Pfund an Produzenten, die damit 4,5 Mrd. Pfund erwirtschafteten. 36.000 Arbeitsplaetze hat die Branche. Noch ist unklar, wie es weitergehen soll. Spekuliert wird, dass kuenftig der direkt dem Kultusministerium unterstellte Art Council die Foerdergelder verwalten soll. Die Produzenten fuerchten nach den Erfahrungen der Jahrzehnte, in denen der Art Council einst fuer die Verteilung der Foerdergelder verantwortlich war, eine Buerokratisierung und eine Verlangsamung der Entscheidungsprozesse. Allerdings muessen sie wohl auch mit dem Vorwurf leben, selbst zum Ende des British Film Council beigetragen zu haben.
Ihm wurde wiederholt vorgeworfen, mit 75 Mitarbeitern zu hohe Verwaltungskosten zu haben und das Geld nur an einen kleinen Zirkel von Filmemachern zu vergeben. Dem widersprachen 55 prominente Schauspieler in einem offenen Brief an den Daily Telegraph. Der British Film Council habe kein Geld verschwendet und sei ueberlebensnotwendig fuer die britische Filmindustrie. Zuvor hatten sich bereits renommierte Regisseure wie Ken Loach oder Mike Leigh fuer dessen Erhalt ausgesprochen.
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KurzFilmAgentur Hamburg und interfilm Berlin starten Kampagne fuer den Kurzfilm als Vorfilm
"Kurz vor Film" wird von der Filmfoerderungsanstalt (FFA) gefoerdert und wirbt zwischen September und Dezember 2010 bundesweit fuer die Kunstform Kurzfilm im Kino. Unter anderem werden sich prominente Schauspieler fuer die Wiederbelebung des Kurzfilms als Vorfilm einsetzen und das Publikum zu einer Unterschriftenaktion aufrufen.
"Kurzfilme sind nicht wegen mangelndem Publikumsinteresses, sondern aufgrund wirtschaftlicher Zwaenge und geringer Spielraeume bei der Disposition aus den Kinosaelen verschwunden", erklaert Sylke Gottlebe, Geschaeftsfuehrerin der AG Kurzfilm. Zahlreiche Festivals belegen seit Jahren die steigende Zahl exzellenter Kurzfilmproduktionen wie auch die Praesenz kurzer Formate im Internet. Die Kampagne "Kurz vor Film" setzt sich dafuer ein, dass diese Tendenz sich kuenftig auch in den Kinos widerspiegelt. Das will auch das seit 1. Januar 2009 gueltige Filmfoerderungsgesetz. Kinos, die regelmaessig Kurzfilme als Vorfilme platzieren, erhalten bis zu 1500 Euro jaehrliche Abspielfoerderung. Ein Angebot machen z. B. die Kurzfilmabos, die von der KurzFilmAgentur Hamburg und interfilm Berlin angeboten werden. Auch die digitale Verleihplattform XK.SHORTS wird in Kuerze solche Abos im unkomplizierten Download-Verfahren vorhalten.
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Heiterer Jobratgeber fuer alle, die mal hinter die Kulissen eines Filmsets schauen wollen
"Erstaunlich! Wundervoll! Nur das neue Jahrzehnt kann uns vielleicht so ueberraschen wie dieses Kultbuch, dass die besten Movies von 1975 bis heute ganz zauberhaft und dabei auch ein bisschen boese beleuchtet, ohne die Werbemaschinerie eines Grossverlags herauskommt und endlich mal das Thema Arbeit von diesen deprimierenden Statistiken oder lauter grotesken Karriererezepten abkoppelt. In "Das Jobtraum-Filmbuch" von Jutta Vahrson werden 132 Jobs aus 85 Spielfilmen unter die Lupe genommen. Selbst Nessie ist dabei. Nur zu beziehen bei der Autorin, Informationen unter:
<http://butterbrotbooks.de/>
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9. Anmeldung/Impressum
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Erscheinungsdatum: Der BFV-Newsletter erscheint immer am vierten Donnerstag im Monat. Wenn Sie den BFV-Newsletter kostenlos erhalten wollen, melden Sie sich bitte persoenlich an unter
<http://www.connexx-av.de/publikationen_newsletter_bfv.php?a=20100709&b=2245&c=t>.
Bei Fragen, Anregungen oder Kritik erreichen Sie uns unter:
connexx.av GmbH
c/o ver.di LBZ Hamburg
Olaf Hofmann
Besenbinderhof 60
20097 Hamburg
fon: 040.28056067, fax: 040.25328815
mail: <mailto:olaf.hofmann@connexx-av.de>
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