Theaterportal Newsletter September/ Oktober 2006

 
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Michael
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
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BeitragVerfasst am: So Sep 24, 2006 4:51 am    Titel: Theaterportal Newsletter September/ Oktober 2006 Antworten mit Zitat
Liebe Freunde des Theaterportals,

die Spielzeit 2006/2007 hat begonnen und wir sind wieder für Sie da mit aktuellen Neuigkeiten aus der deutschsprachigen Theaterlandschaft.
- Premieren
- Festivals
- Roulette der Intendanten
- DER FAUST - 1. Deutscher Theaterpreis
- Global Ibsen - Internationaler Kongress in Berlin
- 8. Kongress der Gesellschaft für Theaterwissenschaft
- Neueröffnung! Radialsystem in Berlin
- Wiedereröffnung des Festspielhauses Hellerau
- Rezensionen

Weitere Kulturnachrichten finden Sie auf unsere Homepage.

Wir wünschen Ihnen eine schöne und erfolgreiche neue Spielzeit!

Premieren
Im Folgenden stellen wir Ihnen eine Auswahl von Premieren und Uraufführungen im September vor. Unsere komplette Premierenübersicht finden Sie auf unserer Homepage.

Theater Basel
69 Arten den Blues zu spielen - Uraufführung am 16. September 2006
Die Regisseurin und Bühnenbildnerin Anna Viebrock, der Komponist Johannes Hamelt und ein achtköpfiges Ensemble erforschen die labyrinthische Welt des Basler Autors Jürg Laederach. Es ist eine Reise in die Denkmodelle eines radikalen Einzelgängers und passionierten Wahnbeobachters.

Thalia Theater Hamburg
Auslöschung. Ein Zerfall - Uraufführung am 16. September 2006
"Auslöschung" ist Thomas Bernhards Vermächtnis, die Summe seines literarischen Schaffens. Der Roman gehört zu den wichtigsten Werken der Weltliteratur und wurde hier für die Bühne von den Dramaturgen John von Düffel und Malte Ubenauf und der Regisseurin Christiane Pohle verfasst.

Liebe Kannibalen Godard - Deutsche Erstaufführung am 19. September 2006
Frei nach dem Film "Week-End" von Jean-Luc Godard verfasste Thomas Jonigk die Geschichte eines Untergangs. In grotesken Szenen und bizarren Figuren zeigt sich die Labilität einer sich in Sicherheit wähnenden Gesellschaft. Ein wohlhabendes Paar fährt übers Wochenende von der Stadt aufs Land, zum sterbenden Vater, um an das Millionenerbe zu gelangen. Habgierig und Zielbewusst schwindet den Städtern das Menschsein mühelos, am Rande der Zurechnungsfähigkeit endet ihr Weg in Selbstzerstörung und Kannibalismus.

Theater der Jungen Welt/ Leipzig
Gute Frage - Nächste Frage - Deutsche Erstaufführung am 27. September 2006 Aus der alltäglichen Situation im Klassenzimmer wird eine zunehmend verblüffende, irritierende, den Alltag überschreitende Begegnung, ohne von vornherein als Theater erkennbar zu sein. Eine Spielart des unsichtbaren Theaters im Klassenzimmer. (für Kinder ab 10 Jahren)

Staatstheater Mainz
Kopftot - Urraufführung am 23. September 2006
Basierend auf der Figurenkonstellation von "Hamlet" lebt Ophelia allein mit ihrem Vater. Einerseits will sie seine Aufmerksamkeit, andererseits fühlt sie sich von seiner Liebe erdrückt. Ophelias Fluchtversuch ist eine Geschichte über enge, familiäre Verflechtungen, über Liebe, Macht und Abhängigkeit zwischen Eltern und ihren Kindern. Es ist ein Stück über die schrankenlose Freiheit der Fantasie.

[b)Festivals

aktuelle Festivals aus unserem Festivalkalender:[/b]

FIDENA 2006 - vom 27. September bis 3. Oktober 2006

Deutsches Forum für Figurentheater und Puppenspielkunst
Unter die Haut - Figurentheater der Nationen
23 Produktionen und Künstler aus Frankreich, Italien, Holland, Südafrika, Belgien, Österreich, Großbritannien und Deutschland zu Gast in Bochum.

Spielarten 2006 - vom 10. September bis 30. Oktober 2006
Zum 13. Mal findet das Theaterfestival für Kinder und Jugendliche in NRW statt. Theaterproduktionen der freien Kinder- und Jugendtheaterszene NRWs und des nahen Auslands reisen durch die Region, u.a. nach Bergheim, Düsseldorf, Köln u.v.m.

Donumenta 2006 - vom 22. September bis 15. Oktober 2006
Die donumenta wird spartenübergreifend die aktuelle Kunst- und Kulturszene der Donauländer in Regensburg präsentieren. Stromaufwärts beginnend 2003 mit der Ukraine - setzt die donumenta ihren Schwerpunkt dieses Jahr auf Österreich.


Internationale Festivals

15. September bis 30. September 2006
BITEF - 40. Belgrader Internationales Theaterfestival
Belgrad, Jugoslawien

21. September bis 15. Oktober 2006
Steirischer Herbst
Graz, Österreich

22. September bis 27. September 2006
Divadelná Nitra Festival - 14. internationales Theaterfestival
Nitra, Slowakei

Roulette der Intendanten

Nichts gilt mehr! Die Kugel rollt und alle sind gespannt. Einige Intendantenposten der deutschsprachigen Bühnen sind neu besetzt.

Unter anderem in Berlin, Mannheim, Düsseldorf und Graz starten zur neuen Spielzeit neue Intendanzen. Am Maxim Gorki Theater in Deutschlands Hauptstadt schlägt Armin Petras mit einem Premierengewitter unter dem Motto "Spuren.Suche" in der letzten Septemberwoche auf. Er selbst inszeniert Henrik Ibsens "Baumeister Solness" und Einar Schleefs "Das Haus", neben dessen Uraufführung auch Raul Zeliks "Berliner Verhältnisse" durch Peter Kastenmüller seine Erstaufführung feiert. Während Sebastian Baumgarten in Schleefs "Berlin, ein Meer des Friedens" eintaucht und Jan Bosse "Die Leiden des jungen Werther" umsetzt. Das Theaterspektakel umfasst insgesamt 10 Premieren an einem Abend. Der Startschuss für die erste Saison fällt am 29. September 2006

In Mannheim lässt es Burkhard C. Kosminski etwas ruhiger angehen. "Ein bisschen Ruhe vor dem Sturm" von Theresia Walser wird am 6. Oktober 2006 sein Auftakt am neuen Haus. In seiner alten Heimat Düsseldorf hat nun die ehemalige Freiburger Intendantin Amelie Niermeyer den Chefsessel eingenommen und lässt erst einmal ihren leitenden Regisseur Stephan Rottkamp mit Shakespeares "Othello" ans Werk. Und Amelie Niermeyers Vorgängerin Anna Badora hat es nach Graz verschlagen, wo sie mit Grillparzers "Medea" ins neue Glück startet.

Neues Spiel, neues Glück!



DER FAUST - 1. Deutscher Theaterpreis

Am 24. November 2006 wird im Essener Aalto Theater zum ersten Mal der Deutsche Theaterpreis vergeben, der DER FAUST heißen wird. Er wird in acht Kategorien vergeben, wobei die Jury, bestehend aus Mitgliedern des künstlerischen Ausschusses im Deutschen Bühnenverein und ausgewählten externen Beratern, je drei Künstler pro Kategorie nominiert hat.

Beste Regie Schauspiel:
- Jürgen Gosch für „Macbeth“, Düsseldorfer Schauspielhaus
- Volker Lösch für „Die Weber“, Staatsschauspiel Dresden
- Barbara Wachendorff für „Ich muss gucken, ob ich da bin“,
Schlosstheater Moers

Beste darstellerische Leistung Schauspiel
- Nicole Heesters für HONOR an den Hamburger Kammerspielen
- Alexander Scheer für die Titelrolle in OTHELLO, Hamburger
Schauspielhaus
- Katharina Schüttler für die Titelrolle in HEDDA GABLER, Schaubühne
Berlin

Beste Regie im Musiktheater
- Dietrich Hilsdorf für JEPHTA, Theater der Stadt Bonn
- Andreas Kriegenburg für ORPHEUS UND EURYDIKE, Theater Magdeburg
- Jossi Wieler für DOKTOR FAUSTUS, Staatsoper Stuttgart

Beste Sängerdarsteller
- Nina Stemme als Isolde in TRISTAN UND ISOLDE, Bayreuther Festspiele
- Evelyn Herlitzius für die Titelrolle in SALOME, Staatsoper Dresden
- Franz Grundheber für die Titelrolle in SIMON BOCCANEGRA, Staatsoper
Hamburg

Beste Choreographie
- Stephan Thoss für ZWISCHEN MITTERNACHT UND MORGEN: SCHWANENSEE,
Staatstheater Hannover/Aalto Theater Essen
- Meg Stuart für REPLACEMENT, Volksbühne Berlin
- Tomasz Kajdanski für TSCHAIKOWSKI, Landestheater Eisenach

Beste darstellerische Leistung Tanz
- Marijn Rademaker für "Äffi", Choreographie Marco Goecke
- Lucia Lacarra für DIE SILBERNE ROSE, Bayerisches Staatsballett
- Thiago Bordin für Romeo in ROMEO UND JULIA, Hamburg

Beste Regie Kinder- und Jugendtheater
- Klaus Schumacher für MUTTER AFRIKA von Ad de Bont, Deutsches
Schauspielhaus Hamburg
- Rüdiger Pape für DIE NIBELUNGEN, Ömmes & Oimel, Köln
- Volker Metzler für THE KILLER IN ME ..., Theater Junge Generation
Dresden

Beste Ausstattung
- Kathrin Brack für IWANOW, Volksbühne Berlin
- Olaf Altmann für FAUST, Deutsches Theater Berlin
- Achim Freyer für MEDEE, Nationaltheater Mannheim

Vorschlag Lebenswerk
- George Tabori

Global Ibsen - Performing Ibsen all over the world

Internationaler Congress vom 28. September bis 1. Oktober 2006 in der Akademie der Künste in Berlin.
An vier Tagen erörtern renommierte Theaterwissenschaftler aus Europa, Nord- und Südamerika, Australien und Asien die Bedeutung von Henrik Ibsen-Inszenierungen für das Theater, die Kultur, das soziale Leben und die Politik ihres jeweiligen Landes.

Wo immer Ibsens Stücke in den letzten 150 Jahren zur Aufführung gelangten, lösten sie leidenschaftliche Debatten aus. In diesen oft hitzig geführten Auseinandersetzungen stand nicht allein die Form und die Ästhetik der Inszenierung im Mittelpunkt, sondern vielmehr wurde über die sozialen und kulturellen Werte gestritten. Henrik Ibsen präsentiert in seinem Werk eine humanistische Vision, er vermittelt einen Weg der individuellen Befreiung. Er fordert seinen Leser bzw. Zuschauer auf über die grundlegenden Werte und Rechte des Menschen zu reflektieren.
In Deutschland verhalf der Regisseur und Theaterleiter Otto Brahm Ibsens Werken Ende des 19. Jahrhundert innerhalb seines Theatervereins "Freie Bühne" zur Aufführung, während sie auf den staatlichen Bühnen noch verboten waren. Seine Werke sind teilweise immer noch zensiert, der Inhalt stellt auch heute noch für viele eine direkte Gefahr für die bestehenden Werte dar.
Im Jahr 2006, einhundert Jahre nach Ibsens Tod, finden sich seine Dramen immer noch weltweit im Repertoire unzähliger Theater.

Baumeister Solness - Premiere am 29. September 2006
Regie: Armin Petras
Maxim Gorki Theater

Rosmersholm - Premiere am 23. September 2006
Regie: Elmar Goerden
Schauspielhaus Bochum

Nora oder ein Puppenheim - Premiere am 29. September 2006
Regie: Klaus Weise
Theater Bonn

Ein Volksfeind - Premiere am 23. September 2006
Regie: Bernarda Horres
Vereinigte Bühnen Mönchengladbach

Peer Gynt - Premiere am 24. September 2006
Regie: Christian von Treskow
Wuppertaler Bühnen

8. Kongress der Gesellschaft für Theaterwissenschaft

Vom 12. Oktober bis 15. Oktober 2006 diskutieren Forscher und Praktiker der Theater- und Medienlandschaft zum Thema "Theater und (neue) Medien". Hauptaufgabe des Kongresses ist die vergleichende Analyse von Theater, einschließlich Drama und Performance und audiovisuelle Medien, sowie die Analyse der Beziehungen von Theater und technischen Mitteln.

Neueröffnung - Radialsystem in Berlin

Am 9. September 2006 wurde im Zentrum Berlins an der Schnittstelle zwischen den Bezirken Mitte, Friedrichshain und Kreuzberg ein neues, 2500qm großes Mekka für die darstellende Kunst eröffnet. "Radialsystem" heißt das Projekt, das ausschließlich aus privaten Mitteln finanziert wird und direkt an der Spree im Osthafen liegt. Das alte Pumpwerk wurde umfunktioniert in einen flexibel bespielbaren Raumkörper. Interdisziplinarität an Stelle von Spartentrennung prägt das Programm. Das Radialsystem versteht sich als Plattform und Experimentierfeld für alle Kunstformen und deren Zusammenspiel. Die drei Initiatoren Jochen Sandig, Gründer des Kulturhaus Tacheles und der Sophiensaele, Folkert Uhde und Tilman Harckensee, Gründer der gleichnamigen MusikManagment Firma möchten mit ihrem Konzept Kooperationen mit bestehenden Institutionen wie Festivals, Hochschulen, Bühnen, Museen, Orchestern und unabhängigen Veranstaltern realisieren. Sasha Waltz, Vorsitzende des Künstlerischen Kuratoriums, weiht am 14. September um 19:30 Uhr die neue Spielstätte mit der Uraufführung "Dialoge 06 - Radiale Systeme" ein. Die Erkundung von Architektur, Tanz und Musik steht im Zentrum dieser ortspezifischen Arbeit.

Wiedereröffnung Festspielhaus Hellerau

Nach zweijähriger Restaurierung wurde das geschichtsträchtige Festspielhaus Hellerau bei Dresden am 9. September 2006 wiedereröffnet.
Das Festspielhaus galt bis zum ersten Weltkrieg als europaweit bedeutendes Zentrum der Moderne. Der Entwurf stammt vom Architekten Heinrich Tessenow, der die Visionen vom Schweizer Theatertheoretiker und Bühnenbildner Adolphe Appia und dem Rhythmuspädagogen in ein Raumgefüge umsetzte, das durch seine Klarheit und funktionale Bauweise richtungweisend für die Moderne wurde.
Eine Deutschlandpremiere durch die Forsythe Company eröffnet die neue Spielstätte für den Kulturbetrieb. "Human Writes" ist eine performative Installation, die sich mit der Geschichte der Menschenrechte und der Schwierigkeit ihrer Erfüllung auseinandersetzt, sowie die individuellen und gesellschaftlichen Grundregeln reflektiert.


Rezensionen

Ob mir die Inszenierung des "Faust" gefällt? So fragen Sie sich vielleicht auch, bevor Sie eine Entscheidung für Ihren nächsten Theaterabend fällen.

Presseberichte und Rezensionen können Ihnen helfen, eine Inszenierung zu beurteilen. Auch wenn Sie vielleicht zu einer anderen Einschätzung kommen, kann der Vergleich spannend und anregend sein.

Eine ausgewählte F.A.Z.-Rezension bieten wir Ihnen als besonderen Service jede Woche kostenlos. Weitere Besprechungen können Sie bequem über das F.A.Z.-Bühnenarchiv abrufen. Theaterportal-Besucher genießen hier Sonderkonditionen.

Unser wachsendes Korrespondentennetzwerk liefert eine Fülle von Rezensionen, die Sie nun in gleicher Optik präsentiert bekommen. Schreiben Sie selbst? Dann melden Sie sich einfach bei uns mit einer Proberezension!

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