GEGEN Actimel und andere Schwindel-Produkte...

 
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Michael
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
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BeitragVerfasst am: Mo März 02, 2009 5:37 am    Titel: GEGEN Actimel und andere Schwindel-Produkte... Antworten mit Zitat
Mit foodwatch GEGEN Actimel und andere Schwindel-Produkte - und FUER die Lebensmittel-Ampel - bitte unterstützen Sie uns!

Liebe foodwatch-Interessierte,

Winterzeit - Schnupfenzeit! Wer kennt das nicht? Kaum beginnen die ersten Schmuddelwetter-Tage mit kühlem Wind, Sprühregen und allem was dazu gehört, schon fängt die Nase an zu kribbeln. Und wenn wir Pech haben, dann fangen wir uns eine Erkältung ein. Eine Erkältung ist zwar keine schlimme Krankheit, aber lästig, und jeder möchte sie vermeiden. Das scheint jedoch kaum möglich. Laut Statistik erwischt es jeden Westeuropäer ein- bis zweimal pro Jahr. Dennoch gibt es Unterschiede: Manche Menschen müssen sich mit drei bis vier Erkältungen pro Jahr abquälen, andere "absolvieren" schon mal ein Jahr "ganz ohne".

Der Lebensstil entscheidet

Dafür gibt es verschiedene Erklärungen. Einig sind sich die Experten jedoch darin, dass die Immunabwehr maßgeblichen Einfluss auf das Erkrankungsrisiko ausübt. Wie gut das Immunsystem "in Schuss" ist, hängt mit unserem Lebensstil zusammen. Förderlich sind: eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf, möglichst wenig Stress und genügend Bewegung. Doch hier hapert es bei vielen. Denn machen wir uns nichts vor: Die Anforderungen des "modernen Lebens" lassen einen solchen Lebensstil oft nicht zu.

Danone lockt mit falschen Versprechungen

Was läge da näher, als ein Mittel zu erfinden, das uns dabei hilft, durch minimalen Einsatz - quasi "im Handumdrehen" - unsere Immunabwehr zu stärken und uns so vor der nächsten Erkältungswelle zu schützen? Der Lebensmittelkonzern Danone tut so, als gibt es dieses Mittel bereits. Danone behauptet, dass die probiotischen Actimel-Joghurtkulturen die Abwehrkräfte aktivieren. Durch die vermehrte "Produktion lebenswichtiger Abwehrzellen" und die Bekämpfung unerwünschter Bakterien würde sich die Aktivität der körpereigenen Immunzellen um 25 Prozent steigern, was durch allerlei Studien bestätigt würde. So weit - so zweifelhaft.

Die Zauberkräfte von Actimel


Denn es ist nicht bewiesen, dass Actimel vor Erkältungen schützt! Dazu bräuchte es mehrere großangelegte Versuche mit Gruppen, die regelmäßig Actimel zu sich nähmen, und Kontrollgruppen, die kein Actimel konsumierten, um dann die Erkältungshäufigkeit zu vergleichen. Was es gibt, ist eine große Anzahl (übrigens in vielen Fällen von Danone selbst gesponserter) Studien, die belegen, dass Actimel überhaupt eine Wirkung auf die Darmflora und das Immunsystem zeigt. Das ist weder überraschend noch neu, denn diese Wirkung hat jeder ganz normale Naturjoghurt!

So gut wie jeder Joghurt - nur kalorienreicher!

Das wäre so, als ob ein Bauer die gesundheitsfördernde Wirkung, der von ihm angebauten fiktiven Möhre "Sabrina" rühmen würde, weil sie einen besonders hohen Vitamin-A-Gehalt aufweist. Natürlich ohne zu erwähnen, dass alle Möhren reich an Vitamin A sind. Klar auch, dass er sie nun gleich viel teurer verkaufen könnte, denn der Verbraucher würde ja nun glauben, dass "Sabrina" den anderen Möhren überlegen sei. So schlau hat es Danone jedenfalls gemacht. Eine Packung Actimel kostet um die 2 Euro. Herkömmlichen Joghurt gibt es schon für 0,50 Euro.
Nur hätte der Käufer von "Sabrina" eine Möhre ohne Nachteile erworben. Das gilt für den Actimel-Konsumenten leider nicht! Denn neben Bakterienkulturen enthält dieses angebliche Gesundheitsprodukt vor allem eines: Zucker!!! 12 Prozent sind im Schnitt enthalten, oder anders ausgedrückt: Vier bis fünf Stück Würfelzucker!

Light- und andere Schwindel-Produkte

foodwatch prangert immer wieder verschiedene Formen der Verbrauchertäuschung an. Actimel ist nur eines von vielen Beispielen. Insbesondere den Wunsch vieler Verbraucher, sich gesünder und kalorienbewusster zu ernähren, macht sich die Lebensmittelindustrie schamlos zu Nutze. Das lässt sich an der überwältigenden Schwemme der verschiedensten "Light-Produkte" erkennen. Hier gilt das Gleiche wie bei Actimel. Eine bestimmte Eigenschaft wird herausgegriffen und von der Werbung entsprechend positiv aufbereitet, doch unterm Strich überwiegen die Nachteile!

Wir fordern die Lebensmittel-Ampel!

Damit dieses Verwirrspiel, diese gezielte Manipulation zu Gunsten der Lebensmittelindustrie und zu Ungunsten der Verbraucher endlich ein Ende hat, fordern wir die Lebensmittel-Ampel! Mit der Lebensmittel-Ampel kann jeder Verbraucher anhand der Farben Grün, Gelb und Rot sofort erkennen, ob ein Produkt viel oder wenig Fett, gesättigte Fettsäuren, Salz und Zucker enthält. Und selbst wenn der Actimel-Käufer weiterhin auf den Bakterien-Schwindel hereinfiele, so wüsste er doch immerhin, dass es sich bei Actimel gleichzeitig um eine flüssige Süßigkeit handelt!

Deshalb - und weil wir laut einer aktuellen repräsentativen Emnid-Umfrage über zwei Drittel der Verbraucher hinter uns wissen - kämpfen wir von foodwatch für die Einführung der Lebensmittel-Ampel. Aus denselben Gründen wehrt sich die Lebensmittelindustrie mit Händen und Füßen dagegen. Mit der Lebensmittel-Ampel würden Produkte wie Actimel direkt als das entlarvt, was sie sind, nämlich keine Gesundheits- oder Diätprodukte, sondern schlichte Dickmacher!

Vielen Dank und herzliche Grüße,


Ihr Thilo Bode
Geschäftsführer


Zuletzt bearbeitet von Michael am Di Okt 20, 2009 6:02 pm, insgesamt einmal bearbeitet
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Michael
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 391

BeitragVerfasst am: Di Okt 20, 2009 6:00 pm    Titel: Antworten mit Zitat
Actimel Spot verboten

Spielende, glückliche Kinder. Dann ertönt dazu eine Stimme aus dem Off: Die Kleinen „lieben“ Actimel, und der Trinkjoghurt sei gut für ihre Gesundheit – was „wissenschaftlich belegt“ sei. Alles Humbug, meint die britische Werbeaufsicht ASA und verbietet Hersteller Danone, diesen und ähnliche TV-Spots in Großbritannien zu zeigen. Das Werbeverbot zeigt: Der Konzern hat den „Goldenen Windbeutel“( http://abgespeist.de/der_goldene_windbeutel/der_sieger/), mit dem foodwatch Actimel im Frühjahr für die dreisteste Werbelüge ausgezeichnet hatte, absolut verdient. Mit einem angeblich wissenschaftlich erwiesenen Gesundheitsversprechen für Kinder darf Danone nun zumindest in Großbritannien nicht mehr werben. Warum die von Hersteller Danone zitierten Studien für den Schluss, Actimel aktiviere die Abwehrkräfte von Kindern, nicht geeignet sind, erfahren Sie in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung (http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/690/491061/text/). Und auf abgespeist.de können Sie sich auch direkt bei Danone über das probiotische Märchen Actimel beschweren (https://abgespeist.de/actimel/mitmachen/beschwerde_e_mail_an_danone/index_ger.html.

footwatchinformation vom 20.10.2009
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