Verfasst am: So Apr 23, 2006 3:24 am Titel: Theaterportal Newsletter April 2006
Theaterportal Newsletter April 2006
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Liebe Freunde des Theaterportals,
der Frühling hat begonnen, die Uhren wurden auf die Sommerzeit eingestellt. Während die Spielzeit der städtischen Bühnen sich dem Ende neigt, beginnen die Vorbereitungen und Proben für die Open Air Events und Festivals. Zuvor aber erwarten Sie noch eine Menge Premieren und Uraufführungen, darunter zahlreiche Inszenierungen zur Fussball-WM 2006 . Ausführliche Informationen zu Theater und Fussball finden Sie auf unserer Spezialseite im Internet:
http://www.theaterportal.de
Dank der Initiative vom Haus der Kulturen in Berlin und der Kulturstiftung des Bundes findet im April der erste Tanzkongress Deutschland statt. Nach dem Welttheatertag im März folgt im April der Welttanztag.
Festivals im April
Premieren im April
Im folgenden stellen wir Ihnen eine Auswahl von Premieren und Uraufführungen im April vor. Unsere komplette Premierenübersicht finden Sie auf unserer Homepage
Staatstheater Darmstadt - Preminere am 1. April 2006
"Iphigénie en Tauride" - Oper von Christoph Willibald Gluck
Fünfter Beitrag der Reihe "Die Griechen - unser Ursprung"
Schauspiel Frankfurt - Uraufführung am 7. April 2006
"Horns Ende" und "In seiner frühen Kindheit ein Garten" - Zwei Romane von Christoph Hein für das Theater bearbeitet von Armin Petras
In Kooperation mit dem Schauspiel Leipzig enstand die Inszenierung "Horns Ende", die in Leipzig schon am 19.März 2006 erfolgreich seine Uraufführung feierte.
Städtische Bühnen Osnabrück - Uraufführung am 8. April 2006
"Die Bestmannoper" - Ein Oper in drei Akten von Alex Nowitz(Musik) und Ralph Hammerthaler (Libretto) über Alois Brunner.
Er war Adolf Eichmanns rechte Hand, sein „bester Mann“, einer der brutalsten und aktivsten Täter des Dritten Reichs. Trotz intensiver Ermittlungen und Versuche des Ehepaare Beate und Serge Klarsfeld, Brunner zu fassen und vor Gericht zu stellen, gelang es diesem immer wieder unterzutauchen.
Maxim Gorki Theater - Urauführung am 13. April 2006
"Marathon: 2 Stunden, 4 Minuten, 55 Sekunden"
Es ist ein zwei Stunden, vier Minuten und fünfundfünfzig Sekunden dauernder Abend über eine Handvoll Menschen, die laufen, die sich freiwillig quälen, um ihr verlorengegangenes Glück an der Grenze zu suchen.
Nationaltheater Mannheim - Premiere am 13. April 2006
"Medea" von Hans Henny Jahn
Hanns Henny Jahn (1894-1959) sieht die Hauptaufgabe jedes Bühnendichters in jeder Zeit darin, urtragische Probleme darzustellen. Sowohl Sprachwut und Grenzüberschreitung als auch die Aufladung des mythischen Stoffes durch eine triebbetonte, stark sexualisierte Atmosphäre zeichnen Jahns Medea-Bearbeitung aus.
Badisches Staatstheater Karlsruhe - Premiere am 22. April 2006
"Mazeppa"
Im Rahmen der 18. Europäischen Kulturtage, die im Jahr 2006 dem Thema „Moskau“ gewidmet sind, präsentiert das Badische Staatstheater Karlsruhe mit „Mazeppa“ eine Tschaikowski-Rarität.
Theaterhaus Kinder- und Jugendtheaer/ Frankfurt a.M. - Premiere am 25. April 2006
"Die Ballade von Garuma"
Theaterstück und Inszenierung zur Fussball WM 2006
Düsseldorfer Schauspielhaus - Uraufführung am 29. April 2006
"Brot und Spiele"
Anlässlich der Fußballweltmeisterschaft im Sommer 2006 hat das Düsseldorfer Schauspielhaus namhafte deutschsprachige Autoren gebeten, kurze Szenen über den Fußballwahnsinn, das Klima in unserem Land und ihr Deutschlandbild zu schreiben. Die Autoren: Herbert Achternbusch, David Gieselmann, Fritz Kater, Rebekka Kricheldorf, Franz Xaver Kroetz, Marius von Mayenburg, Albert Ostermaier, Moritz Rinke, Roland Schimmelpfennig und Feridun Zaimoglu.
Festivals im April
China - Zwischen Vergangenheit und Zukunft vom 24. März bis 14. Mai 2006 im Haus der Kulturen der Welt, Berlin
Fotografie, Oper, Musik, Film , Lesungen und eine Konferenz beschäftigen sich, wie in einem der wichtigsten Länder der Erde mit den rasanten sozialen und kulturellen Veränderungen umgegangen wird. Das Programm reflektiert die Entwicklung neuer Formen, neuer individueller Sprachen in bildender Kunst, Musik, Oper und Literatur – und ihren Bezug zu den faszinierenden Traditionen Chinas. 30 Jahre nach der Kulturrevolution und drei Jahrzehnte nach dem Tod Mao Tse-tungs verändern sich die chinesische Gesellschaft und Kunst in einem immer höheren Tempo. Das Festival zeigt die zeitgenössischen künstlerischen Antworten auf diese Umbrüche.
15. Festival der Union des Théâtres de l'Europe vom 21. April bis 7. Mai 2006 am Schauspiel Frankfurt
Seit Beginn des Jahres 2004 ist das schauspielfrankfurt Mitglied der UTE – der 1991 von Giorgio Strehler gegründeten Union des Théâtres de l’Europe, einer Organisation von insgesamt 20 europäischen und russischen Theaterhäusern. Erstmals findet das Festival der UTE in Frankfurt statt, mit europäischen Theaterhighlights von Jaunais Rigas Teatris, Teatre Lliure, Barcelona, Teatro di Roma, Katona Szinház, Budapest und dem Teatro Nacional de Sao Joao, Porto. »Die Welt zu Gast in Frankfurt« ist das Motto anläßlich der WM 2006 – ›Welttheater zu Gast im schauspielfrankfurt‹ – ist das Motto dieses internationalen Festivals.
Festival Junger Talente vom 28. bis 30. April 2006 in Messehallen / Capitol Offenbach
Ein Kunst- und Theaterfestival mit über 60 Arbeiten von Studierenden der Hochschule für Gestaltung Offenbach /Main, der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt /Main, des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft der Universität Giessen und der Städelschule (Staatliche Hochschule für Bildende Künste Frankfurt /Main).
Vormerken!
Opernfestspiele Heidenheim ab dem 7. Juli 2006 in Heidenheim
"Viva Mozart!" heißt es drei Jahre lang bei den Opernfestspielen Heidenheim anlässlich des 250. Geburtstages von Wolfgang Amadeus Mozart am 27. Januar 2006. Im Juli 2005 wurde mit "Don Giovanni" in den Geburtstag hineingefeiert. 2006 wird "Die Zauberflöte" aufgeführt. 2007 klingen die Geburtstagsfeierlichkeiten mit der "Entführung aus dem Serail" aus.
Unseren kompletten Festivalkalender finden Sie auf unserer Homepage.
Tanzkongress vom 20. bis 23. April im Haus der Kulturen der Welt, Berlin
Der Tanzkongress folgt seinen historischen Vorbildern aus den Zwanziger Jahren und ist das erste große deutsche Forum für und mit Tanzschaffenden seit den Tagen der Weimarer Republik. Es versammelt Fachleute aus den Bereichen Tanz, Choreografie, Pädagogik, Kritik, Wissenschaft, Produktion und Kulturpolitik. Mehr als 100 namhafte Referenten aus dem In- und Ausland werden an vier Tagen in Vorträgen, Gesprächen, Arbeitsgruppen und lecture demonstrations praxisrelevante und zukunftsweisende Themen aufgreifen und zur Diskussion stellen.
Eingeladen sind u.a.: Prof. Dr. Gabriele Brandstetter, André Lepecki, Susanne Linke, Sarat Maharaj, Royston Maldoom, Vladimir Malhakov, Colleen Neary, Lisa Nelson, Alva Noë, Helmut Ploebst, Irene Sieben, Dr. Christiane Theobald.
Zusätzlich findet in den Berliner Spielstätten Dock 11, HAU 1-3, Tanzfabrik Berlin, Tesla und Sophiensäle, ein umfassendes Rahmenprogramm statt und im Sony Center am Potsdamer Platz ist die interaktive Installation CITY OF ABSTRACTS von William Forsythe zu sehen.
Die Kongressthemen
* Tanz als Wissenskultur
* Arbeitsprozesse und Produktionsstrukturen
* Tanztechnik und Ausbildung
* Körperwissen und Gedächtnis
* Tanzmedizin
* Tanz mit dem Publikum
* Tanz als Arbeit und Ware
* Tanz, Kultur und Gesellschaft
* Tanz/Geschichte(n)/Schreiben
* Konzepte und Positionen des Kritischen
Welttanztag am 29. April 2006
Der Tag des Tanzes wurde 1982 vom Internationalen Komitee des Tanzes des Internationalen Theater Institutes (ITI-UNESCO) ins Leben gerufen. Jedes Jahr wird der 29. April gefeiert. Anlass ist der Geburtstag von Jean-Georges Noverre (1727—1810), einem grossen Reformer des Ballets.
Zum internationalen Tag des Tanzes 2006 schrieb in diesem Jahr Miyako Yoshida eine Botschaft.
Sie wurde in Japan geboren und begann ihre Ausbildung yur T'nyerin mit neun Jahren. Sie studierte in Tokio und - nachdem sie den begehrten Prix de Lausanne gewonnen hatte - ab 1983 dann weiter an der Royal Ballet School in London. 1988 wurde sie Erste Tänzerin im Sadler’s Wells Royal Ballet (heute Birmingham Royal Ballet). Seit 1995 ist Miyako Yoshida Erste Tänzerin im Royal Ballet. Am 22.Juli 2004 wurde Miyako Yoshida vom Generalsekretär der UNESCO, Koichiro Matsuura, zur "UNESCO Künstlerin für den Frieden" ernannt.
Preis zum Welttheatertag an Heiner Goebbels
Das Internationale Theaterinstitut (Zentrum Bundesrepublik Deutschland) verlieh den Preis zum Welttheatertag am 27.März 2006 an Heiner Goebbels, den Komponisten, Regisseur und Professor des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft der Universität Giessen.
Damit wird ein Künstler geehrt, dessen Schaffen sich nicht in den Grenzen eines Genres verorten lässt. Goebbels Arbeiten, so das ITI in seiner Begründung, überschreiten die Grenzen zwischen Musik, Theater und Bildender Kunst. Sie kombinieren und dekonstruieren das musikalische Material ebenso wie die Texte, sie spielen mit den Konventionen des Theaters und beziehen ihre Inspiration aus den Diskursen der zeitgenössischen Kunst.
Bereits sein Ausgangspunkt ist die Begegnung mit internationalen Künstlern und die internationale künstlerische Kooperation. Er arbeitet gemeinsam mit afrikanischen und griechischen Musikern, dem Ensemble Modern, mit dem Schauspieler André Wilms, der schwedischen Performerin Charlotte Engelkes, der in New York lebenden israelischen Videokünstlerin Michal Rovner oder der japanischen Musikerin Yumiko Tanaka. Und neben der Wahl-Produktionsheimat von Heiner Goebbels, dem Théâtre Vidy Lausanne, stehen in der langen Reihe der Ko-Produzenten und Partner seiner Aufführungen neben vielen anderen das schauspielfrankfurt, das Festival d'Automne Paris, die Wiener Festwochen wie auch die Berliner Festspiele / spielzeiteuropa. Sein Musiktheater, seine Konzerte und Installationen sind auf den internationalen Bühnen präsent
Der undotierte Preis wird alljährlich von den Mitgliedern des ITI-Zentrums, rund 200 Theaterkünstler und künstlerische Produzenten aus allen Theatergenres und ganz Deutschland, vergeben. Die feierliche Übergabe der Urkunde durch Manfred Beilharz, den Präsidenten des Internationalen Theaterinstituts, findet voraussichtlich im Sommer diesen Jahres statt.
Der Streik im Öffentlichen Dienst hat Folgen
Seit dem 13. Februar 2006 dauert der Streik des Bühnen- und Werkstättenpersonals der Bayerischen Oper nun an. Bisher fielen drei Vorstellungen aus, mehrmals musste auf konzertante oder nur teilweise szenische Aufführungen ausgewichen werden. Der Geschäftsführende Direktor Roland Felber zeigt Verständnis für die Streikenden, die sehr viel arbeiten und nur wenig verdienen. Schon jetzt bedroht der Streik die Münchener Opernfestspiele, die vom 24. Juni bis zum 31. Juli 2006 stattfinden. Der Zeitplan ist ohnehin schon eng, der Streik beinträchtigt nicht nur den Probenverlauf, sondern wird Auswirkungen auf die Inzenierungen haben.
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