Sauerstoff-Doping bei Frischfleisch...

 
Zur Startseite von Uwe Michael Wiebking
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Wiebkings Forum // Allgemein
 
Autor Nachricht
Michael
Site Admin
Site Admin


Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 392

BeitragVerfasst am: Mi Aug 04, 2010 5:03 pm    Titel: Sauerstoff-Doping bei Frischfleisch... Antworten mit Zitat
Hallo und guten Tag,

es ist ein einfacher Trick: Mit hochkonzentriertem Sauerstoff behandelt, sieht Fleisch auch noch nach Tagen schön rosigfrisch aus. Wie gerade erst geschlachtet. Doch die Sauerstoff-Kur hat erhebliche Nachteile. Während der "Teint" außen verkaufsfördernd manipuliert ist, altert das Fleisch von innen her durch die Behandlung schneller, es wird ranzig und zäh. Das staatliche Max-Rubner-Institut berichtet sogar von Gesundheitsgefahren, weil sich in hochkonzentriertem Sauer-stoff vermehrt Cholesteroloxide bilden, die im Zusammenhang mit Krankheiten wie Arteriosklerose und Krebs stehen. Für die Händler aber, die das rot-gefärbte Fleisch länger und leichter verkaufen können, rechnet sich die Frische-Illusion. Risiken und Nebenwirkungen für die Kunden nehmen sie in Kauf.

Mit einem Labortest (http://www.foodwatch.de/frischfleisch) hat foodwatch nachgewiesen: Viele Handelsketten wenden die Sauerstoff-Behandlung systematisch an – und zwar in den luftdichten Frischfleisch-Packungen aus Plastik, die mit dem Hinweis "unter Schutzatmosphäre verpackt" gekennzeichnet sind und in Selbstbedienungstheken fast aller Supermärkte verkauft werden. 154 Proben von 17 verschiedenen Rind- und Schweinefleischprodukten wurden analysiert, eingekauft bei Aldi (Nord), Lidl, Marktkauf und Rewe. Alle Produkte enthielten ein Gasgemisch mit hochkonzentriertem Sauerstoff in der so genannten "Schutz"atmosphäre – mit den bekannten Risiken.

Das Sauerstoff-Doping hat für die Verbraucher nur Nachteile. Sie werden über den Zustand von Frischfleisch hinweggetäuscht, erhalten mindere Qualität und müssen sogar ein Risiko für ihre Gesundheit tragen. Gleichzeitig gibt es kosten neutrale Alternativen: Gasgemische mit Stickstoff statt Sauerstoff – oder Vakuumverpackungen.

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner kann die die Sauerstoff-Behandlung auf allen Stufen der Fleisch-Produktion ganz einfach per Verordnung verbieten. Genau das fordert foodwatch - bitte unterstützen Sie jetzt unsere E-Mail-Aktion: http://www.foodwatch.de/aktion-frischfleisch!

Klicken Sie sich rein,

Ihr foodwatch-Team


PS: Laboruntersuchungen und Recherchen sind teuer. Aber ein wichtiges Mittel, damit Industrie und Politik sichere und ehrliche Lebensmittel gewährleisten und transparent deklarieren. Unterstützen Sie uns deshalb in unserer Arbeit und werden Sie Fördermitglied (https://foodwatch.de/spender__unterstuetzer/mitglied_werden/index_ger.html)
Nach oben
Michael
Site Admin
Site Admin


Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 392

BeitragVerfasst am: Sa Aug 07, 2010 4:29 am    Titel: Antworten mit Zitat
Die Fortsetzung:

Das Bundesverbraucherministerium hatte sich erstaunlich schnell festgelegt – und wollte in der Sauerstoff-Behandlung von Frischfleisch gar kein Problem sehen. Dabei besagen ein foodwatch-Labortest und die Einschätzung des staatlichen Max-Rubner-Instituts das Gegenteil: Hochkonzentrierter Sauerstoff macht Fleisch von innen zäh und ranzig, aber lässt es von außen tagelang rosig-frisch aussehen. Viele Handelsketten setzen systematisch auf die Sauerstoff-Kur, um Fleisch optisch aufzuhübschen und damit besser verkaufen zu können.

In Windeseile hat das Ministerium beim Bundesinstitut für Risikobewertung eine Stellungnahme beauftragt. Diese liegt nun vor – und bestätigt alle Kritikpunkte: Durch die Sauerstoff-Behandlung bleibt Fleisch unnatürlich lange rot, die Qualität aber verschlechtert sich. Gesundheitsgefahren hält das Institut „nach derzeitigem Kenntnisstand“ für nicht erwiesen. Zwar wird die Bildung toxischer Cholesteroloxide in Sauerstoffatmosphäre beschleunigt, deren Wirkung sei jedoch "nicht abschließend geklärt". Zuvor hatte der Verband der Unabhängigen Prüflabore vor einer "gefährlichen Erhöhung der Keimzahl" gewarnt.

Für foodwatch ist die Konsequenz klar: Verbraucher werden getäuscht, sie erhalten schlechtere Qualität, ohne diese erkennen zu können, und es gibt Hinweise auf potenzielle Gesundheitsrisiken, die noch nicht abschließend bewertet sind. Gleichzeitig sind Alternativen zu den Fleischverpackungen mit Sauerstoffatmosphäre längst bekannt: Der Einsatz von Stickstoff statt Sauerstoff oder Vakuumverpackungen.

Das Bundesverbraucherministerium hat einen Runden Tisch für den Herbst angekündigt. Dabei liegen alle Fakten auf dem Tisch - es muss nicht debattiert, sondern gehandelt werden! Der Eindruck entsteht, als wolle Verbraucherministerin Ilse Aigner abwiegeln und das Thema auf die lange Bank schieben. Deshalb kommt es jetzt auf Ihre Stimme an! Die Verbraucher müssen die Ministerin zum Handeln bewegen. Unterstützen Sie jetzt unsere E-Mail-Aktion und fordern Sie Frau Aigner auf, die Sauerstoff-Behandlung von Frischfleisch sofort per Verordnung zu verbieten:

http://www.foodwatch.de/aktion-frischfleisch

Machen Sie mit!

Ihr foodwatch-Team
Nach oben
Michael
Site Admin
Site Admin


Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 392

BeitragVerfasst am: Sa Aug 14, 2010 3:43 am    Titel: Verbrauchertäuschung der übelsten Art... Antworten mit Zitat
Per Mail von foodwatch.

Hallo und guten Tag, Herr Wiebking,

würden Sie fleckige Bananen kaufen, verfaulten Salat oder sich verschrumpelte Äpfel in den Einkaufskorb packen?

Wahrscheinlich nicht! Und wie wäre das bei Fleisch, wenn es nicht mehr rosig aussähe, sondern grau? Auch das würden Sie liegen lassen – mit Recht! Frischwaren beurteilen wir vernünftigerweise nach dem Äußeren. Wir greifen zu, wenn Obst und Gemüse frisch oder das Fleisch rosig aussehen. Das macht sich nun die Fleischindustrie auf perfide Art zu Nutze. Sie hat ein Verfahren entwickelt, mit dem Fleisch noch nach Tagen schlachtfrisch rosig aussieht und nicht grau wird!

Der Handel bedient sich dazu eines simplen Tricks: Er verpackt das Fleisch in einem Gasgemisch mit hochkonzentriertem Sauerstoff, das die rosa Farbe des Fleisches erhält. Das Ganze nennt sich dann auch noch Schutzatmosphäre-Verpackung. Wer wird da eigentlich geschützt, fragt man sich allerdings? Doch wohl eher die Gewinne der Handelsketten als die Interessen der Verbraucher! Der Grund für die Anwendung diese Verfahrens ist so unanständig wie eindeutig: Fleisch, das normalerweise wegen seiner grauen Farbe vom Konsumenten nicht mehr gekauft würde, legt dieser – in gutem Glauben, ein frisches, weil rosiges Stück vor sich zu haben – in seinen Einkaufswagen. Wäre es grau, würde er es liegen lassen. So aber kann der Handel auch älteres Fleisch als frisch verkaufen. Das ist Verbrauchertäuschung der übelsten Art!

Aber damit leider nicht genug: Nicht nur, dass das Fleisch frischer aussieht als es ist – nein – auch die Qualität leidet. Der Sauerstoff lässt das Fleisch von innen her schneller altern, es wird zäh und ranzig. Dies hat das staatliche Max-Rubner-Institut festgestellt. Und selbst Gesundheitsgefahren sind nicht völlig ausgeschlossen, weil sich im hochkonzentrierten Sauerstoff vermehrt Cholesteroloxide bilden, die im Zusammenhang mit Krankheiten wie Arteriosklerose und Krebs stehen. Im Klartext heißt das: Die gesundheitlichen Folgen der vermehrten Aufnahme von Cholesteroloxiden sind ungeklärt. Niemand weiß genau, was diese im menschlichen Körper anrichten.

Die Schlussfolgerung liegt auf der Hand: Wieso sollen wir Verbraucher uns von der Fleischindustrie bewusst hinters Licht führen lassen und zusätzlich sowohl verminderte Fleischqualität als auch gesundheitliche Risiken in Kauf nehmen? Um die Gewinne der Fleischindustrie zu sichern? Nein! Das kann nicht das sein, was wir wollen. Wir fordern: Schluss mit dieser Täuschung! Wir wollen nicht durch künstliche Frische und rosige Farbe getäuscht werden, wir wollen erkennen können, ob Fleisch wirklich frisch und deshalb rosig ist.

Diese Forderung erscheint so selbstverständlich, dass man auch die Unterstützung von der Politik erwarten sollte. Leider weit gefehlt! Die Verbraucherministerin Ilse Aigner hält sich mal wieder bedeckt. Ihr Vorschlag, für den Herbst einen "Runden Tisch" zu organisieren, lässt nichts Gutes ahnen. Es sieht alles danach aus, als sollten die Fakten wieder auf sattsam bekannte Art zerredet werden. Dabei macht das europäische Recht in diesem Fall keine Vorgaben. Frau Aigner hätte also die Möglichkeit, diese Art der Verpackung zu verbieten! Denn Alternativen gibt es, zum Beispiel die vom Max-Rubner-Institut vorgeschlagene Vakuumverpackung oder auch die Verwendung einer Stickstoff-Kohlendioxid-Atmosphäre.

Wir fordern deshalb, die Behandlung von Fleisch mit hochkonzentriertem Sauerstoff per Gesetz sofort zu verbieten!

Liebe foodwatch-Interessenten, 154 Laboruntersuchungen von verpacktem Frischfleisch hat foodwatch bereits analysieren lassen. Nun haben wir uns entschlossen, mit weiteren Proben, Analysen und Untersuchungen Frau Aigner noch stärker unter Druck zu setzen und unserer Forderung auf diese Weise noch mehr Gewicht zu verleihen. Dafür müssen wir ein Labor beauftragen, die Analysen durchzuführen, und diese durch externe Sachverständige wissenschaftlich absichern lassen. Natürlich sind Labortests und Recherchen nicht umsonst zu haben, sondern sie kosten Geld.

Bitte unterstützen Sie uns und werden Sie jetzt Förderer/Förderin von foodwatch:

www.foodwatch.de/mitglied-werden

Täglich werden wir getäuscht und die Irre geführt, wenn wir unsere Lebensmittel kaufen. Erste Voraussetzung, damit sich etwas ändert, ist der Aufbau einer starken Lobbymacht für die Vertretung der Verbraucherinteressen!

Unterstützen Sie uns mit 5, 10 oder 20 Euro monatlich. Gehen Sie direkt online und werden Sie jetzt Förderer/Förderin:

www.foodwatch.de/mitglied-werden

Vielen Dank und herzliche Grüße!

Ihr Thilo Bode
Geschäftsführer


P.S.: Geld ist das eine. Die Anzahl unserer Förderer spielt aber auch eine große Rolle, um uns als Organisation Gehör zu verschaffen. Je mehr Unterstützer wir haben, desto leichter können wir auch die Politiker unter Druck setzen. Deshalb: Werden Sie bitte Förderer/Förderin und kämpfen Sie gemeinsam mit uns für Ihr Recht auf Information: www.foodwatch.de/mitglied-werden

--------------------------------------------
Herausgeber:

foodwatch e.V.
Gabriele Richter
Brunnenstr. 181
10119 Berlin
Germany
E-Mail: aktuell@foodwatch.de
Info-Hotline: 030 - 28 09 39 95
foodwatch ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin, VR 21908 Nz, AG Charlottenburg, Geschäftsführer ist Dr. Thilo Bode.
Nach oben
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Wiebkings Forum // Allgemein Alle Zeiten sind GMT + 5 Stunden
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB 2.0.11 © 2001, 2002 phpBB Group, Core Design by Andrew Charron - andrewcharron.tk, SEROI


© Uwe Michael Wiebking, www.uwemichaelwiebking.de - All rights reserved.

eXTReMe Tracker