wie Sie wissen, müssen seit 2006 Antragsteller für das Arbeitslosengeld
I mindestens 360 Tage sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in den
letzten zwei Jahren nachweisen. Diese Regelung führt dazu, dass im
Theaterbereich, in dem die kurzfristige Beschäftigung üblich ist, zwar
Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gezahlt werden, die Betreffenden
de facto aber keine Leistungen erhalten, weil sie die Anspruchs-
voraussetzungen nicht erfüllen können. Dieses führt zu erheblichen
sozialen Problemen.
Sowohl Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) als auch Arbeitsminister
Olaf Scholz (SPD) haben sich inzwischen der Sache angenommen. Vor zwei
Wochen teilte Neumann mit, dass eine Lösung greifbar ist. Das Gesetz
könnte noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht werden!
DIE UMSETZUNG DIESER LÖSUNG SCHEITERT ZUR ZEIT AM VETO VON
FINANZMINISTER PEER STEINBRÜCK (SPD).
Jetzt müssen wir schnell handeln, denn noch nie war in den letzten
Jahren eine Lösung so nah - und wenn diese Chance jetzt an Steinbrück
scheitert, wird sie auch in der nächsten Zeit nicht so schnell wieder
kommen. Wir müssen Peer Steinbrück zeigen, wie notwendig und wichtig
diese Veränderung für unsere Branche ist!
Daher unsere Bitte: greifen Sie aktiv ein. Senden Sie Herrn Steinbrück
einen Brief, eine Mail, oder rufen Sie im Finanzministerium an. Fordern
Sie ihn auf, seine Blockade aufzugeben:
Post
Peer Steinbrück
Bundesministerium der Finanzen
11016 Berlin
Telefon
03018 / 682 - 0 (Bundesfinanzministerium)
03018 / 682 - 3300 (Referat für Bürgerangelegenheiten)
Fax
03018 / 682 - 44 20
Schicken Sie auch Frank-Walter Steinmeier eine Mail mit der Bitte, sich
in die Verhandlungen einzuschalten. Teilen Sie der SPD mit, dass Sie
nicht gewillt sind, ihre Politik weiterhin zu unterstützen, wenn nach
den schönen Versprechungen dann SOLCHE Taten folgen.
Herzlichen Dank für Ihre Solidarität! Wir haben mit früheren Aktionen
viel erreicht, wenn sich viele Theaterleute beteiligen. Bitte opfern Sie
fünf Minuten Ihrer Zeit dafür, die Sache ist wirklich wichtig und dringend.
Viele Grüße von
Sören Fenner und dem theaterjobs.de-Team
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