Trinkwasser enthält das giftige Schwermetall Uran...

 
Zur Startseite von Uwe Michael Wiebking
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Wiebkings Forum // Allgemein
 
Autor Nachricht
Michael
Site Admin
Site Admin


Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 392

BeitragVerfasst am: Mo Aug 04, 2008 6:13 pm    Titel: Trinkwasser enthält das giftige Schwermetall Uran... Antworten mit Zitat
Hallo und guten Tag,

in manchen Teilen Deutschlands enthält das Trinkwasser das giftige Schwermetall Uran. foodwatch hat in allen Bundesländern die Messdaten angefragt. Mehr als 8.000 Werte haben die Behörden geliefert. Fast jeder achte amtliche Wert liegt über 2 Mikrogramm Uran pro Liter Leitungswasser - jenem Höchstwert, der für Mineralwasser in Flaschen gilt, wenn es als geeignet für Säuglinge bezeichnet wird.

MEDIENTIPP
Das ARD-Magazin Report München berichtet exklusiv am Montag, 4. August 2008, um 21.45 Uhr im ersten Fernsehprogramm über die foodwatch-Recherchen. Schalten Sie sich ein,


das foodwatch-Team
Nach oben
Michael
Site Admin
Site Admin


Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 392

BeitragVerfasst am: Di Aug 05, 2008 4:48 am    Titel: Antworten mit Zitat
Gehört, gesehen, zitiert:


Autoren : Mike Lingenfelser, Andrea Mocellin

Zusatzinformationen

Auf die überraschende Trinkwasserbelastung mit dem giftigen Schwermetall Uran stoßen wir in einer Datenerhebung der Verbraucherrechtsorganisation Foodwatch, die report MÜNCHEN exklusiv vorliegt. Demnach lagen von 8.000 behördlich gemeldeten Trinkwassermesswerten rund 150 über dem Richtwert des Umweltbundesamtes von zehn Mikrogramm Uran pro Liter.

Umfrage unter Bürgern:
"Ja, aber ich hatte nicht die Ahnung, dass es das bei uns auch gibt."
"Nein, nicht gut, ich habe ein Kind, ich bin entsetzt."

report MÜNCHEN hakt in deutschen Gemeinden nach: Dort, wo der Richtwert von zehn Mikrogramm überschritten wurde.
Fündig werden wir zum Beispiel in Palmzin in Mecklenburg-Vorpommern: Über 23 Mikrogramm Uranbelastung, mehr als das doppelte des Richtwerts. Und damit ist sogar der sogenannte Maßnahmehöchstwert überschritten. Doch bei unserem Besuch im Urlaubsort Palmzin herrscht beim Bürgermeister absolute Ahnungslosigkeit, als wir ihn mit unseren Recherchen schriftlich konfrontieren.

Siegfried Schulze, Bürgermeister Palmzin/Semlow: "Ich war ja sehr überrascht darüber, dass ich erst am 30.7. nach 15 Uhr per Fax vom Bayerischen Rundfunk die Daten bekommen habe, von den Ergebnissen in Mecklenburg Vorpommern, wo das Wasser in meiner Gemeinde Extremwerte aufweist."

Großes Staunen auch im zuständigen Landratsamt, als wir auch dort auf die hohe Uranbelastung aufmerksam machen. Denn im Amt war man eigentlich schon 2006 vom Ministerium informiert worden. Doch in der Behörde wurde geschlafen.

report MÜNCHEN: "2006 ist ja ein paar Jahre jetzt schon her, warum ist in der Zwischenzeit nichts passiert?"
Ralf Drescher, Landrat Kreis Nordvorpommern: "Sicherlich hat die zuständige Mitarbeiterin dem Vorgang nicht die angemessene Aufmerksamkeit geschenkt. Dieses wurde inzwischen ausgewertet und wird so in dieser Form nicht wieder vorkommen."

Verbraucherschützer sehen dadurch die staatliche Vorsorgepflicht verletzt und fordern Aufklärung über Uran.

Thilo Bode, Foodwatch: "Es ist absolut wichtig und notwendig, dass die Behörden von sich aus die Bürger informieren und zwar verständlich und deutlich, Zum Beispiel auf der Wasserrechnung und nicht in irgendeinem Amtsblatt, das niemand liest."

Auch im schwäbischen Murrhardt ist das Trinkwasser mit Uran belastet. Obwohl man hier bereits als Maßnahme zum Beispiel belastetes mit unbelastetem Wasser gemischt hat, liegt man häufig noch immer über dem Richtwert von zehn. Über eine Filteranlage für Uran hat man sich auch schon informiert. Doch investieren will der Wasserversorger nicht, solange er dazu nicht gesetzlich gezwungen ist. Denn der Richtwert ist kein gesetzlicher Grenzwert.

Rainer Braulik, Geschäftsführer Wasserwerk, stellv. Bürgermeister: "Eine Pflicht irgendetwas zu verordnen, wie gesagt, ist dem Gesetzgeber alleine belassen. Ich kann dazu auch nur wenig sagen. Ich bin immer sehr gespalten mit irgendwelchen Grenzwerten, gesetzlichen, wenn es nicht irgendwie eindeutig und klar ist, ist es schwierig."

Prof. Hermann Dieter, Umweltbundesamt: "Es wird empfohlen dies zu tun, verlangen kann man es formal noch nicht, weil es noch keinen Grenzwert in Trinkwasserverordnung gibt. Das bedeutet aber nicht, dass der Wert von zehn überschritten werden darf, denn §6, Abs.1 der Trinkwasser-Verordnung sagt ganz klar, dass Trinkwasser keinerlei Anlass zu gesundheitlicher Besorgnis bieten darf."

Mahnende Worte, auf die die Verbraucher ohne Gesetz nur hoffen können. Dabei wäre alles so einfach. Wir sind im fränkischen Hirschaid bei Bamberg, wo uns der Bürgermeister mit seinem Wasserwart stolz eine Filteranlage für Uran zeigt. Sie haben die einst extreme Schwermetallbelastung hier offenbar ohne Probleme in den Griff bekommen.

Andreas Schlund, Bürgermeister Hirschaid: "Wir haben ja hier zwischen 30 und 40 Mikrogramm pro Liter drin und jetzt sind wir bei 0,01 Mikrogramm, also Null im Prinzip. Und das ist ein Erfolg, der sich zeigen lässt. Und von den Kosten her wie gesagt, es wird vielleicht in der gesamten Wasserkalkulation später dann mal der Preis sich um 5 Cent erhöhen werden."

Wir fahren in den Südharz nach Sachsen-Anhalt. Seit vier Jahren ist hier in Sangerhausen bekannt, dass der Uran-Richtwert von zehn im Trinkwasser überschritten ist. Doch bis heute ist das Problem nicht gelöst. Im Gesundheitsamt heißt es, dass man Maßnahmen wie Filter und Beimischungen prüft und sogar plant. Wir wollen vom Amt wissen, ob man die Bürger über die Uranbelastung von rund 15 Mikrogramm aufklären möchte?

Dorothea Bellstedt, Leiterin Gesundheitsamt Sangerhausen: "Ich sehe eigentlich keinen Bedarf, die Bevölkerung zu informieren, man weiß ja wie gesagt noch nicht, ob es zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen kann, erst mal auf Grund dieses Wertes."

Dr. Hermann Kruse, Toxikologe, Uni Kiel: "Schon sehr geringe Konzentrationen an Uran haben eine schädigende Wirkung auf lebenswichtige Vorgänge in der Niere."

Das in einigen Regionen natürlich vorkommende Uran im Wasser ist nicht besonders radioaktiv, aber wegen seiner chemischen Giftigkeit gefährlich. Deshalb gibt es bei Mineralwasser bereits einen gesetzlichen Grenzwert von nur zwei Mikrogramm pro Liter für die besonders schutzbedürftigen Babys. Nur wenn der Grenzwert von zwei Mikrogramm nicht überschritten wird, darf Mineralwasser mit der Aussage „für Babynahrung geeignet“ deklariert werden.

In der Foodwatch-Erhebung wurde bei rund 800 Messungen der Uran-Wert von zwei Mikrogramm pro Liter überschritten. Doch das Mineralwasserwassergesetz für Säuglinge gilt nicht für Leitungswasser. Diesen Widerspruch wollen wir vom Umweltbundesamt erklärt bekommen.

Prof. Hermann Dieter, Toxikologe, Umweltbundesamt: "Weil es zu viele Wässer gibt, sag ich mal so, bei denen die Entnahme von Uran im Bereich zwischen zwei und zehn Mikrogramm pro Liter einen unverhältnismäßigen Aufwand bedeuten würde, gegenüber dem geringen gesundheitlichen Nutzen. Natürlich eine Minderung der Belastung, aber nicht wirklich ein gesundheitlicher Nutzen."

Doch im Bundesinstitut für Risikobewertung tut man sich mit der seltsamen Unterscheidung zwischen Mineralwasser und Leitungswasser etwas schwerer.

report MÜNCHEN: "Bei Mineralwasser ist es ja ganz einfach geregelt: zwei Mikrogramm, geeignet für Säuglinge. Sind zwei Mikrogramm dann jenseits des Mineralwassers, nämlich im Leitungswasser, wenn es überschritten wird, ist das dann trotzdem geeignet?"
Prof. Alfonso Lampen, Toxikologe, Bundesinstitut für Risikobewertung: "Ja, das ist natürlich nicht geeignet. Aber nein, es ist toxikologisch natürlich nicht geeignet, weil wir haben das ja abgeleitet, und wir denken dass Säuglinge besonders geschützt werden sollten. Und insofern haben wir diesen Wert empfohlen."

Egal ob Leitungs- oder Mineralwasser, ob Baby oder Erwachsener: die Verbraucher wollen endlich Klarheit. Und zwar mit vernünftigen Gesetzen, ohne Widersprüche.

Quelle: report MÜNCHEN | Bayerischer Rundfunk
http://www.br-online.de
Nach oben
Michael
Site Admin
Site Admin


Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 392

BeitragVerfasst am: Mi Aug 06, 2008 4:50 am    Titel: Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel... Antworten mit Zitat
Hallo und guten Tag,

Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Wir nehmen es täglich zu uns. Der Genuss von Trinkwasser darf daher die menschliche Gesundheit nicht gefährden, heißt es in der Trinkwasserverordnung. In manchen Gegenden Deutschlands ist das Trinkwasser jedoch in bedenklichen Konzentrationen mit Uran verunreinigt. Das ist das Ergebnis der aktuellen foodwatch-Recherche in allen 16 Bundesländern.

Uran ist ein radioaktives Schwermetall und kann insbesondere die Nieren schädigen. Die Behörden haben es bisher versäumt, uns über bedenkliche Urankonzentrationen im Trinkwasser zu informieren. Der Schutz der Verbraucher zählt nicht. Ahnungslos trinken wir das Wasser, verwenden es zum Kochen oder sogar zur Zubereitung von Säuglingsnahrung. Ist das nicht unglaublich, zumal Uran technisch leicht aus dem Trinkwasser herausgefiltert werden kann? Lesen Sie bei foodwatch nach, ob Ihr Trinkwasser mit Uran belastet ist:
http://www.foodwatch.de/kampagnen__themen/mineralwasser/trinkwasser/

Für Uran im Trinkwasser gibt bis heute keinen verbindlichen Grenzwert. foodwatch fordert, endlich eine Höchstgrenze von 10 Mikrogramm Uran pro Liter Wasser gesetzlich festzuschreiben. Außerdem müssen die Behörden verpflichtet werden, uns über Urankonzentration im Trinkwasser aktiv zu informieren. Und was für Mineralwässer gilt, muss entsprechend für Trinkwasser gelten: Bei Urangehalten von über 2 Mikrogramm Uran pro Liter müssen die Behörden im Hinblick auf die Zubereitung von Säuglingsnahrung warnen.

Machen Sie mit und fordern Sie Gesundheitsministerin Ulla Schmidt auf, nicht länger untätig zu bleiben und einen Grenzwert für Uran in der Trinkwasserverordnung festzulegen: http://www.foodwatch.de/kampagnen__themen/mineralwasser/mitmach_aktion/

Zahlreiche Medien haben die Recherche-Ergebnisse von foodwatch aufgegriffen. Hier eine kleine Auswahl:

Report München (04.08.2008): "Uran in deutschen Brunnen - Wie gefährdet ist unser Trinkwasser?"
http://www.br-online.de/daserste/report/archiv/2008/00495/

Spiegel Online (04.08.2008): "Verbraucherschützer warnen vor Uran im Trinkwasser"
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,570010,00.html

stern.de (05.08.2008): "Trinkwasser zu stark mit Uran belastet"
http://www.stern.de/politik/panorama/:Schwermetall-Trinkwasser-Uran/633522.html

Klicken Sie sich rein,

das foodwatch-Team
Nach oben
Michael
Site Admin
Site Admin


Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 392

BeitragVerfasst am: Fr Aug 08, 2008 10:49 pm    Titel: Antworten mit Zitat
Hallo und guten Tag,

beim Trinkwasser verstehen die Bürger keinen Spaß! Das beweist die unglaubliche öffentliche Reaktion auf die foodwatch-Veröffentlichung zu uranhaltigem Trinkwasser. Uran im Trinkwasser kann die Nieren schädigen und ist schon in sehr kleinen Dosen giftig. In fast tausend der amtlichen Messergebnisse war die Belastung höher als der Mineralwasser-Richtwert für die Zubereitung von Säuglingsnahrung. Und in vielen Fällen sogar höher als 10 Mikrogramm pro Liter – der Leitwert, der laut Umweltbundesamt eingehalten werden muss, um die Bevölkerung vor gesundheitlichen Gefahren zu schützen. Das ARD-Magazin "Report München" und alle Zeitungen hatten darüber berichtet.

Die positive Nachricht: Die Behörden reagierten blitzartig – zumindest mit Worten. Einen Tag nach der Veröffentlichung forderten die Sozialministerin von Sachsen-Anhalt und die rheinland-pfälzische Umweltministerin einen verbindlichen Grenzwert. Auch das Bundesgesundheitsministerium kündigte an, einen gesetzlichen Höchstwert für den Urangehalt im Trinkwasser festlegen zu wollen. Dies hatte foodwatch seit Februar gefordert.

Das ist ein erster toller Erfolg der foodwatch-Kampagne!

Die schlechte Nachricht: Die Sachlage ist den Behörden seit Jahren bekannt. Wissentlich wurden ahnungslose Bürger mit uranbelastetem Trinkwasser versorgt! Zahllose Gespräche, die foodwatch mit Verantwortlichen geführt hatte, waren wirkungslos verpufft. Es zeigt sich einmal mehr: Die Gesundheit und das Recht der Bürger auf Information genießen in der Politik keinen hohen Stellenwert. Deshalb werden wir dran bleiben und prüfen, ob die Politiker ihre schnellen Versprechungen auch einhalten. Sie können uns dabei helfen: Nehmen Sie an unserer Mitmach-Aktion teil und fordern Sie Gesundheitsministerin Ulla Schmidt auf, einen Grenzwert von 10 Mikrogramm für Uran in der Trinkwasserverordnung festzulegen. Und sagen Sie die Mitmach-Aktion von foodwatch auch an Freunde, Bekannte, Nachbarn weiter:
http://www.foodwatch.de/kampagnen__themen/mineralwasser/mitmach_aktion/

Zahlreiche Medien haben die Recherche-Ergebnisse von foodwatch aufgegriffen. Hier eine kleine Auswahl:

Focus Online (04.08.2008): "Uran im Trinkwasser"
http://www.focus.de/panorama/diverses/gesundheit-uran-im-trinkwasser_aid_322375.html

sueddeutsche.de (05.08.2008): "Das schädigt die Nieren"
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/60/305030/text/

Spiegel Online (06.08.2008): "foodwatch fordert Angabe der Uran werte auf Wasserrechnung"
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,570324,00.html

tagesschau.de (06.08.2008): "foodwatch will behördliche Informationspflicht"
http://www.tagesschau.de/inland/leitungswasser110.html

Klicken Sie sich rein,

das foodwatch-Team

Außerdem: In der aktuellen Ausgabe des Sterns Nr. 33/2008 finden Sie einen ausführlichen Artikel über die foodwatch-Recherchen zum Thema Tiermehl-Schmuggel. Nachzulesen ab Seite 66.

www.foodwatch.de
Nach oben
Michael
Site Admin
Site Admin


Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 392

BeitragVerfasst am: Sa Aug 16, 2008 4:23 am    Titel: 1% des gesamten Wassers steht als Trinkwasser zur Verfügung Antworten mit Zitat
Gegen Uran in Trinkwasser – unterstuetzen Sie foodwatch!

Liebe foodwatch-Interessierte,

es gibt kein Lebensmittel, das elementarer und lebensnotwendiger ist als - Wasser. Wasser ist unsere wichtigste Lebensquelle. Schon 36 Stunden ohne Wasser reichen aus, um uns jämmerlich verdursten zu lassen. Die Erde ist zwar zu zwei Dritteln mit Wasser bedeckt, aber nur ein Prozent des gesamten Wassers steht als Trinkwasser zur Verfügung.

Wir Westeuropäer müssen uns im Gegensatz zu Bewohnern anderer Gebiete keinerlei Sorgen um das täglich benötigte Trinkwasser machen. Wir öffnen entweder den Hahn und lassen das angeblich best-kontrollierte Lebensmittel einfach heraus fließen oder gehen in den Supermarkt und besorgen uns dort, was als Mineralwasser, reines Quellwasser oder einfach nur Tafelwasser angeboten wird.

Wasser - klar und rein?
Geht es Ihnen auch so? Als kritische Verbraucher unterstellen wir so manchen Lebensmitteln Mängel: dass sie Schadstoffe oder versteckte Dickmacher enthalten oder allgemein ungesund zusammengesetzt sind. Aber Wasser? Von Blei im Leitungswasser haben wir ja schon mal gehört, oder dass der Natriumgehalt in Mineralwasser nicht zu hoch sein sollte. Aber sonst? Mit Wasser verbinden wir Frische, Lebenskraft, Transparenz und Gesundheit.

Leitungswasser - teilweise uranverseucht
Leider erliegen wir hier einem Irrtum! foodwatch hat im Frühjahr 2008 die zuständigen Landesbehörden aller 16 Bundesländer über die jeweiligen konkreten Uranbelastungen im Trinkwasser befragt und dies ausgewertet. Das erschreckende Ergebnis: Trinkwasser enthält in Deutschland in 950 von 8.000 Fällen mehr als 2 Mikrogramm des hochgiftigen Schwermetalls pro Liter. Mehr als 10 Prozent der amtlichen Messergebnisse liegen also über diesem Wert. Völlig unverständlich, denn dieser Wert darf bei Mineralwasser, wenn es als "geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung" beworben wird, nicht überschritten werden. Der Umkehrschluss ist einfach: Wasser, dessen Urangehalt darüber liegt, sollte nicht zur Zubreitung von Säuglingsnahrung verwandt werden! Aber es fließt in deutschen Haushalten aus dem Wasserhahn und wird selbstverständlich auch von verantwortungsvollen Eltern zur Zubereitung der Nahrung für die Kleinsten genutzt. In vielen Fällen war die Belastung sogar höher als 10 Mikrogramm pro Liter - der Leitwert, der laut Umweltbundesamt eingehalten werden muss, um die Bevölkerung vor gesundheitlichen Gefahren zu schützen. In einem Fall lag sie sogar bei 39 Mikrogramm!

Uran schädigt die Gesundheit
Dies ist ungeheuerlich, denn Uran ist ein Schwermetall und gesundheitsschädlich. Neben seiner eher schwachen radioaktiven Strahlung schädigt Uran vor allem die Niere, aber auch Leber und Knochen. Besonders stark reichert sich das Schwermetall in noch wachsendem Knochengewebe an, also eben bei Säuglingen und Kleinkindern.

Politik und Behörden aus dem Dornröschenschlaf geweckt
Besonders empörend an den Ergebnissen der foodwatch-Recherche: Die Sachlage war den Behörden seit Jahren bekannt. Wissentlich wurden ahnungslose Bürger mit uranbelastetem Trinkwasser versorgt! Zahllose Gespräche, die foodwatch mit Verantwortlichen geführt hatte, waren wirkungslos verpufft. Erst der Schritt an die Öffentlichkeit hat die Bevölkerung mobilisiert und die Behörden wachgerüttelt. Einige Bundesländer fordern bereits einen verbindlichen Grenzwert, und nur einen Tag nach der Veröffentlichung kündigte auch das Bundesgesundheitsministerium an, einen gesetzlichen Höchstwert für den Urangehalt im Trinkwasser festlegen zu wollen.

Wir müssen gemeinsam den Druck erhöhen
Das ist ein großer Erfolg für foodwatch. Zum wiederholten Male aber zeigt sich, dass Politik und Behörden erst auf Druck von außen reagieren. Gerade an diesem Beispiel lässt sich einerseits die Notwendigkeit von foodwatch, aber auch die Arbeits- und Wirkungsweise gut erkennen. Die Schlussfolgerung: Damit der Grenzwert wirklich eingeführt wird, müssen wir den Druck aufrechterhalten und verstärken!

Werden Sie Förderer/Förderin von foodwatch
Um die Gesundheit der Bürger zu schützen, fordern wir von foodwatch, dass die Trinkwasserversorger die Verbraucher bei einem Urangehalt über zwei Mikrogramm informieren und dass der Urangehalt von Mineralwasser auf dem Etikett angegeben werden muss. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir zeigen, dass die Verbraucher hinter uns stehen. Denn nur wenn wir viele sind, können wir Konzerne und Politiker zum Handeln zwingen. Nur wenn wir viele sind, werden wir gehört. Deshalb gehen Sie bitte jetzt auf http://www.foodwatch.de/spender__unterstuetzer/mitglied_werden/ und werden Sie Förderer/Förderin!

Helfen Sie uns: Werden Sie Förderer/Förderin von foodwatch
Natürlich ist diese Kampagnenarbeit nicht umsonst zu haben. Wir produzieren regelmäßig Informationsmaterial, aktualisieren ständig unseren Internetauftritt und organisieren Mitmach-Aktionen. Wir recherchieren, leisten Lobbyarbeit und geben juristische Gutachten und Laboranalysen in Auftrag.

Unterstützen Sie uns mit 5, 10 oder 20 Euro monatlich. Gehen Sie direkt jetzt auf http://www.foodwatch.de/spender__unterstuetzer/mitglied_werden/ und werden Sie Förderer/Förderin!

Wer jetzt online foodwatch-Förderer wird, bekommt gratis mein Buch "Abgespeist".

Vielen Dank und herzliche Grüße,

Ihr Thilo Bode
Geschäftsführung



P.S.: Geld ist das eine. Die Anzahl unserer Förderer spielt aber auch eine große Rolle, um uns als Organisation Gehör zu verschaffen. Je mehr Unterstützer wir haben, desto mehr können wir auch in der Politik erreichen. Deshalb: Werden Sie Förderer/Förderin und kämpfen Sie gemeinsam mit uns für mehr Verbraucherrechte!
Nach oben
Michael
Site Admin
Site Admin


Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 392

BeitragVerfasst am: Fr Nov 21, 2008 3:55 am    Titel: Uran-Grenzwert leeres Versprechen der Politik...? Antworten mit Zitat
Hallo und guten Tag,

ist die Ankündigung eines Uran-Grenzwertes für Trinkwasser nur ein leeres Versprechen der Politik gewesen, um Verbraucher ruhig zu stellen? Im August 2008 hatte foodwatch Messergebnisse für den Urangehalt im Trinkwasser veröffentlicht. Unser wichtigstes Lebensmittel ist in manchen Gegenden Deutschlands in bedenklichen Konzentrationen mit dem giftigen Schwermetall verunreinigt. Die öffentliche Resonanz auf die Rechercheergebnisse von foodwatch war enorm. So enorm, dass das zuständige Bundesgesundheitsministerium zwei Tage nach Bekanntgabe der Uran-Werte die schnelle Einführung eines Uran-Grenzwertes versprach. Mitarbeiter von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt bestätigten foodwatch noch Anfang September: Der Grenzwert für Uran kommt. Innerhalb der nächsten zwei Wochen, hieß es seinerzeit, solle der Entwurf für eine entsprechende Änderung der Trinkwasserverordnung präsentiert werden.

Und heute? Fehlanzeige. Noch immer werden Bürger täglich unnötig hohen Uran-Belastungen ausgesetzt. Und das Ministerium schaut weiterhin zu. Denn auch drei Monate nach der vollmundigen Ankündigung gibt es weder einen Grenzwert für Uran im Trinkwasser, noch sind die Behörden in irgendeiner Art und Weise verpflichtet, regelmäßig Uran-Messungen vorzunehmen oder Bürger über erhöhte Uran-Werte zu informieren.

War die Ankündigung des Ministeriums also bloßer Aktionismus, um verunsicherte Bürger ruhig zu stellen, dem aber keine Taten folgen? Lassen Sie sich das nicht gefallen. Schreiben Sie jetzt an Ulla Schmidt und fordern Sie die Bundesgesundheitsministerin auf, Ihr Versprechen einzulösen und Ihrer Fürsorgepflicht nachzukommen. Nehmen Sie an der Mitmach-Aktion von foodwatch für einen Uran-Grenzwert teil unter:
http://www.foodwatch.de/e10/e2569/e4650/

Klicken Sie sich rein,

das foodwatch-Team


-------------------------------------

Den foodwatch-Newsletter abonnieren, abbestellen oder Adresse ändern direkt im Internet unter:
http://www.foodwatch.de/newsletter/

Herausgeber:
foodwatch e. v., henrik düker (v.i.s.d.m.), brunnenstr. 181, 10119 berlin, germany

foodwatch ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin, VR 21908 Nz, AG Charlottenburg, Geschäftsführer ist Dr. Thilo Bode.
Nach oben
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Wiebkings Forum // Allgemein Alle Zeiten sind GMT + 5 Stunden
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB 2.0.11 © 2001, 2002 phpBB Group, Core Design by Andrew Charron - andrewcharron.tk, SEROI


© Uwe Michael Wiebking, www.uwemichaelwiebking.de - All rights reserved.

eXTReMe Tracker