Sie erhalten heute von connexx.av den achten BFV-Newsletter in 2007. connexx.av und der BundesFilmVerband (BFV) in ver.di wollen mit diesem 2006 gestarteten monatlichen Newsletter fuer bessere Information und Transparenz bei den Beschäftigten der Produktionswirtschaft von Film- und Fernsehen sorgen. Insbesondere sollen hier film- und sozialpolitische Themen aufgegriffen werden. Der BFV bildet das gewerkschaftliche Netzwerk von Film- und Kulturschaffenden sowie allen anderen an der Film- und Fernsehproduktion beteiligten Beschäftigten. Er tritt für Kunstfreiheit und gerechte Arbeitsbedingungen ein. Als vorrangiges Ziel strebt er eine integrierte Interessenvertretung dieser Filmberufe in der zergliederten Branche gegenüber Sendern, Produzenten und der Politik an [url](http://www.connexx-av.de/brancheninfos_bfv.php3)[/url].
Inhalt
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1. Undurchsichtige Vertragssituation bei geförderten Großproduktionen in Babelsberg
2. "5statt 12" auf dem Weg in den Bundestag
3. Medienwoche Berlin-Brandenburg: Kino-Kongress zu D-Cinema
4. Diskussionen um Reform des Filmfoerderungsgesetzes
5. Constantin-Schloendorff-Affaere: Debatte um Verhältnis von Kino- und TV-Film
6. ProSiebenSat.1-Verkauf: Heuschrecken entlassen Mitarbeiter
7. Ringen um 10. Rundfunkänderungsstaatsvertrag
8. Kurzmeldungen
9. Impressum
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1. Undurchsichtige Vertragssituation bei geförderten Großproduktionen
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Studio Babelsberg platzt aus allen Nähten: Zu den 16 eigenen Studios wurden sechs zusätzliche Hallen hinzugemietet, zeitweilig bis zu 1200 Leute arbeiten in diesem Jahr an insgesamt fast einem Dutzend Film-Produktionen, darunter etliche große internationale. Den Aufschwung bei der einzigen börsennotierten deutschen Studio-AG hat nach einem schwachen Jahr 2006 auch der Deutsche Filmförderungsfonds DFFF bewirkt. Fuer den umstrittenen Stauffenberg-Cruise-Streifen "Valkyrie" gab's 4,8 Millionen Euro, "Speed Racer" hat sogar neun Millionen Euro vom DFFF kassiert. Carl Woebcken, Hauptaktionär und Vorstandschef der Babelsberger Studios sagte der Financial Times Deutschland: "Uns bringt die Förderung einen riesigen Schub nach vorn." Ausser der hinter vorgehaltener Hand geaeusserten Branchenkritik, dass Woebckens Vorstandskollege und Mitaktionär Christoph Fisser im DFFF-Beirat sitzt, mehren sich kritische Stimmen über die Arbeitsbedingungen in Babelsberg.
Beim ver.di-Projekt connexx-av melden sich Mitarbeiter der Filmprojekte und berichten über unter tarifliche Bezahlung, erhebliche Überschreitung der zulässigen Arbeitszeiten sowie ungeklärte Vertragsverhältnisse. Zitat eines Filmschaffenden: "Es ist eigentlich ein politischer Skandal, bei Millionen-Budgets und hoher Förderung durch bundesdeutsche Steuergelder die Leute unter Tarif zu bezahlen." Beteiligt sein soll auch die neu gegründete Beschäftigungsgesellschaft des Studios, die Central Scope GmbH. Bei dieser Gesellschaft sollen alle projektbezogenen Arbeitskräfte angestellt sein und dafür soll die Central Scope GmbH sogar noch Fördermittel der Bundesagentur für Arbeit (BA) erhalten haben. Fest steht soviel: einige Filmschaffende bekommen auf jeden Fall ihr Geld von der Central Scope GmbH. Einen Vertrag haben sie aber bisher nicht, obwohl sie bereits mehrere Wochen in der Produktion arbeiten. Lediglich ein in Englisch verfasstes Deal-Memo wurde den Filmschaffenden vorgelegt.
Dabei traten, als vermutlich deutsche Vertragspartner, Namen wie die "8. Babelsberg Filmproduktion" auf. Beschäftigte bei der "Stauffenberg-Produktion" wissen demnach seit mehreren Wochen nicht, mit wem sie eigentlich ein Arbeitsverhältnis haben. Bei täglichen Arbeitszeiten von 14-16 Stunden inklusive Vor- und Nachbereitung könnte das aber hinsichtlich der Forderung zur Bezahlung der Überstunden bzw. Verlängerung der Beschäftigungszeit durch ein Zeitkonto wichtig werden. Denn bisher wurde den Filmschaffenden nur die Grundgage für 50 Stunden pro Woche vergütet. Bei der "Speedracer-Produktion" ist die Vertragssituation zwar klarer - hier tritt die Central Scope GmbH als Arbeitgeber auf -, die Arbeitszeiten sind aber im Umfang nicht geringer. Allerdings sollen laut Vertrag bei dieser Produktion die Mehr stunden ab der 51. Wochenstunde einem Zeitkonto gut geschrieben und wie im Tarifvertrag auf Basis eines 8-Stunden-Tages ausgeglichen werden.
Angesichts dieser bislang undurchsichtigen Zustände erneuert der BundesFilmVerband (BFV) seine schon zum Start des mit 180 Millionen Euro für drei Jahre aus gestatten DFFF geaeusserte Forderung, diese Vergabe der Fördermittel mit der Einhaltung von Tarifverträgen und anderen Sozialstandards zu koppeln. Einen entsprechenden Brief hatte der BFV an Kultur- und Medienstaatsminister Bernd Neumann (CDU) und die Filmförderungsanstalt FFA gerichtet, über die der DFFF abgewickelt wird.
http://tinyurl.com/ypvuo7 http://tinyurl.com/25lfya
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2. "5 statt 12" auf dem Weg in den Bundestag
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Bereits seit Monaten laeuft die Aktion "5 statt 12" von connexx.av und dem BundesFilmVerband in ver.di BFV mit der Forderung zur Verkürzung der Anwartschaftszeit auf Arbeitslosengeld I (Alg I) von 12 auf 5 Monate. Mit Erfolg, denn bisher haben sich mehr als 2000 Beschäftigte aus der Filmbranche dem Aufruf angeschlossen. Ihr Ziel: eine Regelung für eine der Branche angepasste Anwartschaftszeit im Alg I, damit die Mehrzahl der in wechselnden und befristeten Arbeitsverhältnissen stehenden Medien-, Film- und Kulturschaffenden auch langfristig sozial abgesichert sind und ihre persönliche wie berufliche Existenz nicht gefährdet wird.
Bereits im Jahre 2004 forderte ver.di in einem Bundesvorstandsbeschluss gegenüber der Politik eine Anpassung der Sozialgesetzgebung (§ 123 SGB III) fuer Kultur-, Medien- und Filmschaffende, der eine entsprechende Verkürzung der Anwartschaftszeit von 12 auf 5 Monaten zu Grunde lag. Seit dieser Zeit sind zahlreiche Gespräche mit der Politik geführt worden, und die Aussichten auf eine sozialverträgliche Loesung verdichteten sich. Untermauert wurde diese Forderung auch durch die Berichte der Enquete-Kommission "Kultur in Deutschland" und eine Stellungnahme der Bundesagentur für Arbeit, in denen die Gefahr einer Benachteiligung von Kulturschaffenden durch die Hartz-Gesetze ausdrücklich bestätigt wurde. Doch konkretes politisches Handeln blieb bisher aus. Jetzt fühlte sich die Fraktion der Linken berufen, sich der ver.di-Position "5 statt 12" anzunehmen und brachte sie fast wortwörtlich in die parlamentarische Diskussion ein.
http://dip.bundestag.de/btd/16/060/1606080.pdf http://www.connexxav.de/brancheninfos_5statt12.php3
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3. Medienwoche Berlin-Brandenburg: Kino-Kongress zu D-Cinema
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Als analoge Insel im Meer der digitalen Medienzukunft hat es die Kinobranche schwer. Doch wie schafft sie den digitalen Übergang, wer finanziert den Umstieg zu D-Cinema, was wird künftig noch gefördert und reicht ein audiovisueller Content, der in verschiedenen Verpackungen durch die breite digitale Verwertungskette wandert? Am Freitag, dem 31. August, steht im bcc Berliner Congress Center die Zukunft des Kinos im Mittelpunkt der Medienwoche 2007 Berlin-Brandenburg (29.08.-07.09.). Produzenten, Filmemacher und Verleiher treffen auf Investoren, Juristen, Lobbyisten und Politiker und diskutieren unter der Überschrift "Kino mit Zukunft" finanzielle und technologische Aspekte der Kino-Digitalisierung und Standpunkte zur Novellierung des FilmFoerderGesetzes.
"In Zusammenarbeit mit der MBA Media Business Academy diskutiert die Medienwoche die Herausforderungen für Film und Kino zwischen FFG-Novelle und Digitalisierung. Wir freuen uns sehr, dass wir den Zukunftsfragen des Kinos erstmals einen ganzen, hochkarätig besetzten Tag widmen", so Medienwoche-Veranstalter und Medienboard-Geschäftsführerin Petra Mueller. Ausser der ständig aktualisierten Übersicht zum Digitalen Kino bei der Filmförderungsanstalt FFA gibt es auch von etlichen Verbänden Stellungnahmen dazu.
http://tinyurl.com/2zbtec
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4. Diskussionen um Reform des Filmfoerderungsgesetzes
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Das derzeit geltende Filmfördergesetz (FFG) läuft am 31. Dezember 2008 aus - die Debatte um die FFG-Novelle hat begonnen. Über Knackpunkte schreibt u.a. Prof. Dr. Oliver Castendyk, Direktor des Erich Pommer Instituts in Potsdam-Babelsberg im Fachdienst "promedia". Seiner Meinung nach gehe es nicht nur um "kosmetische Veränderungen", sondern - wie beispielsweise bei der Dauerfrage, ob die Sender statt einer freiwilligen eine staatlich festgesetzte Filmabgabe zu leisten hätten - um wichtige filmpolitische Themen. Nicht unberücksichtigt dürften dabei die sich verändernden europäischen Rahmenbedingungen, die Digitalisierung des Kinos und die digitale Verbreitung von audiovisuellen Inhalten via Internet bleiben. Auch die AG Verleih - der Verband unabhängiger Filmverleiher (22 Mitglieder), die vor allem im Bereich des Arthouse-Films tätig sind - hat ihr Positionspapier zur anstehenden FFG-Novellierung des Filmförderungsgesetzes vorgelegt.
Der Verband macht dabei deutlich, dass sich die Marktsituation der Mitgliedsfirmen in den vergangenen Jahren erheblich verschlechtert hat. Das FFG beinhalte in seiner derzeitigen Fassung etliche Rahmenbedingungen, die den derzeitigen nationalen und internationalen Marktanforderungen nicht mehr entsprechen. Andere Regelungen scheinen allein auf die Bedürfnisse großer Unternehmen vor allem im Bereich des Mainstream-Kinos zugeschnitten und behindern die gesunde wirtschaftliche Entwicklung im Arthouse-Segment. Der Verband der deutschen Filmverleiher (VdF) fordert die Überarbeitung des FFG "im Hinblick auf die Stellung von Verleihern, Produzenten und TV-Sendern". Weil der Kinobereich die "Lokomotive" für die übrigen Verwertungsstufen sei, müsse dieser Bereich bevorzugt werden gegenüber den anderen Bereichen der Filmwirtschaft. Der TV-Zuzahlungsfaktor müsse somit deutlich erhöht werden, so eine zentrale Forderung. Weiterhin fordere der VdF ein "marktgerechtes" Auswertungsfenster.
Aus Sicht der zu resultierenden Beschäftigungseffekte einer solch breit gefächerten Förderung wie der Filmförderung, ist insbesondere auf die Tarifgebundenheit bei Produktionen und Dienstleistern zu achten. "Die Einhaltung sozialer Mindeststandards in Gestalt der Branchentarife muss ein weiteres Voraussetzungskriterium zur Förderung werden", so der filmpolitische Referent, Martin Dieckmann von ver.di.
http://tinyurl.com/28o42e http://www.film20.de/aktionen/index.html?ID=83 http://www.film20.de/down/Memorandum.pdf http://www.agkino.de/html/index/index_3.htm
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5. Constantin-Schloendorff-Affäre: Debatte um Verhältnis von Kino- und TV-Film
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Die kritische Debatte um das Verhältnis von Kino und Fernsehen bei Filmproduktionen eskaliert seit Juli und hat ein erstes, prominentes "Opfer" gefordert: Constantin Film entzog Volker Schloendorff die Regie für das Projekt "Die Päpstin", nachdem dieser in einem Beitrag für die Süddeutsche Zeitung zugespitzt vor "dem Tod des Kinos" gewarnt hatte. "Amphibien filme", so Schloendorff, entstünden unter Ausnutzung von Filmfördermitteln, in Koproduktion mit dem Fernsehen, laufen im Kino, werden danach zu TV-Mehrteilern umgearbeitet und als Director's Cut auch noch auf DVD vermarktet. Er sei kein Purist und es gebe erfolgreiche, gelungene Beispiele für diese Mehrfachverwertung. Trotzdem gehe es auch "um Ästhetik und Kunst, aber auch um Geld, viel Geld", sagte Schloendorff: "Die Evolution des Kinos steht an einem entscheidenden Punkt. Die Artenvielfalt ist groß, aber es droht eine immer stärkere Vermischung."
Dem hielt die Produktionsfirma zunächst in einer Erklärung entgegen: "Wie keine andere Firma in Deutschland steht die Constantin Film für großes Kino. Alle unsere Eigenproduktionen werden mit erheblichem Einsatz und Aufwand hergestellt und dann zuerst im Kino, im Anschluss daran u.a. auf Video und schließlich im Fernsehen weltweit ausgewertet. Der Constantin Film ist wichtig, dass Regisseure optimale Arbeitsbedingungen für ihre Filme haben. Bei bestimmten Stoffen verlangen außergewöhnlich hohe Budgets außergewöhnlich hohe Beteiligungen der an der Herstellung und Finanzierung beteiligten Partner - u.a. auch von den deutschen TV-Sendern."
Als sich die Debatte zuspitzte, kündigte die Constantin Schloendorffs Engagement als Regisseur der "Päpstin". Begründung: Er habe durch den Artikel der Produktionsfirma Schaden zugefügt, die Finanzierung der "Päpstin" sei schwierig geworden und das Vertrauensverhältnis zerstört. Schloendorff dazu: "Mir war nicht klar gewesen, wie sehr sich mein Bemühen um eine allgemeine film politische Auseinandersetzung arbeitsrechtlich gegen mich verwenden lassen würde". Hier stellt sich ja bereits die Frage, in wie weit die freie Meinungsaeusserung im Regieberuf eingeschränkt wird. Trotz der Affaere geht die Debatte in der Filmbranche sowie in den Medien über das Verhältnis von Kino- und Fernsehfilm weiter.
http://tinyurl.com/yvthy7
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6. ProSiebenSat.1-Verkauf: Heuschrecken entlassen Mitarbeiter
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Die Betriebsraete der verschiedenen Firmen in der ProSiebenSat.1 Media AG an den Standorten Berlin und Muenchen ringen derzeit um Interessenausgleiche und Sozialplaene fuer mindestens 200 Mitarbeiter, die nach dem Verkauf des Unternehmens an die Private Equity-Firmen KKR und Permira entlassen werden sollen. Zugleich soll die Rendite des boersennotierten Unternehmens von 20 auf 30 Prozent erhoeht werden. Eine erste Protestaktion gab es am 31. Juli in Berlin, als sich 400 Beschaeftigte von Sat1 und der hauseigenen Produktionsfirma PSP zu einem "Abschiedsfoto" am Konzerthaus auf dem Gendarmenmarkt trafen. Als zwei Banner mit Losungen wie "Menschen machen Fernsehen" und "Heuschrecken vernichten Arbeitsplaetze" entfaltet wurden, brandete Beifall auf. Alle Beteiligten befürchten, dass das nicht das Ende der Maßnahmen sein wird.
Je nach dem, wie das Bieter verfahren für den Verkauf der PSP (rund 1000 Mitarbeiter) ausgeht und wie sich eine mögliche Herausloesung von N24 gestaltet, wird wohl auch weiterhin auf das Wertvollste verzichtet werden, was ein Medienunternehmen hat: die Beschäftigten. Unklar sind auch noch die Folgen des Sparkurses fuer Produktionsfirmen und Dienstleiter fuer die ProSiebenSat.1 Media AG.
Als "ausgemachten medienpolitischen Skandal" wertete der stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Frank Werneke, die geplante Entlassungswelle bei ProSiebenSat1. Eine erschreckende "Heuschreckenlogik" ließe nicht nur den Sender ausbluten, sondern mache auch kreative Medien schaffende arbeitslos. ver.di werde alle Betroffenen und die Betriebsräte unterstützen, kündigte Werneke an. Zugleich gibt es von ver.di eine Analyse über Finanzinvestoren im Medienbereich. Darin werden "hilflos erscheinende Schnellschüsse" kritisiert, "mit denen sich Medien- und Wirtschaftspolitiker zu Wort melden". Fazit: "Es gibt tatsächlich erheblichen Regelungsbedarf, sowohl wirtschafts- als auch medienpolitisch, dies aber auf anderen Ebenen, als sie derzeit vorrangig Diskussionsgegenstand sind."
http://www.connexx-av.de/meldung_volltext.php3?akt=brancheninfos&id=469b7a35eb291 http://www.connexx-av.de/meldung_volltext.php3?id=46af5ad2a1372&akt=brancheninfos_privaterrundfunk http://www.connexx-av.de/upload/m46aa22a13330e_verweis1.pdf
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7. Ringen um 10. Rundfunkänderungsstaatsvertrag
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Bei den Arbeiten an Entwürfen für den 10. Rundfunkänderungsstaatsvertrag steht jetzt schon fest: Trotz aller geplanter Veränderungen taucht wieder das Wort "Produzent" in dem neuen Vertrag nicht auf. So als würden Sender, Programmveranstalter und Plattformen nicht auf deren audiovisuelle Werke und Zulieferungen angewiesen sein! Außerdem kritisiert die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) "mangelnde Transparenz und demokratische Teilhabe" bei den Vertrags arbeiten durch die Staatskanzleien der Bundesländer. Der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke sprach von einem "geplanten Umbau der Medienregulierung als Veranstaltung hinter verschlossenen Türen". Es fehle "eine demokratische und öffentliche Beratungskultur", besonders durch den "Ausschluss relevanter gesellschaftlicher Gruppen, vor allem aber der Vertretungen von Medien schaffenden". In den Entwürfen zur bundesweiten Medienregulierung seien bislang nirgends Spuren wirksamer demokratischer Kontrolle erkennbar.
Der Staatsvertrag für Rundfunk und Telemedien regelt die gesetzlichen Bestimmungen für die Veranstaltung und Verbreitung von Rundfunk in Deutschland in einem dualen Rundfunksystem. Inhalte sind u.a. die Koexistenz von Öffentlich-Rechtlichem und Privatem Rundfunk, Werbung, Berichterstattung, Medienkonzentration, Digitalisierung, Voll- und Spartenprogramm. "Die verfassungsrechtlichen Grundsätze von Vielfaltsicherung, Verhinderung vorherrschender Meinungsmacht und kommunikativer Chancengleichheit erfordern angesichts der in der Tat tief greifenden Umbrueche der Medienlandschaft eine neue Architektur und damit auch Philosophie des 'Ganzen'", meint Martin Dieckmann, der medienpolitische Referent von ver.di. Zum Thema gibt es auch eine Analyse von ver.di.
http://www.connexx-av.de/meldung_volltext.php3?akt=brancheninfos_privaterrundfunk&id=46bad91561865 http://www.connexx-av.de/upload/m46bad91561865_verweis1.pdf
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8. Kurzmeldungen
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Kulturstaatsminister vergibt Kinoprogramm- und Verleiher preise
Staatsminister Bernd Neumann zeichnet am 22. August 2007 in Hamburg gewerbliche Filmkunsttheater fuer ihr herausragendes Kinoprogramm 2006 aus. Die Gesamtsumme der Prämien des Kinoprogrammpreises beläuft sich auf 1,5 Millionen Euro. Im Rahmen der Preisverleihung werden außerdem drei Verleiher preise in Höhe von jeweils 75.000 Euro vergeben.
http://tinyurl.com/24b4p8
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Nico Hofmann: "Es geht nur um Talent!"
In einem Interview mit epd medien hatte Worx-Chef Nico Hofmann die Konzentrationsgefahr am Produzenten markt verneint und Kritik zurueckgewiesen. "Ich sehe das etwas entspannter als meine Kollegen. Ich glaube, es wird kaum zu einer bevorzugten Auftragsvergabe der Sender an ihre Produktionstoechter kommen. Denn entscheidend ist heute doch ein Exzellenzwettbewerb. Die besten Ideen und Talente entscheiden über die Auftragsvergabe", sagte Hofmann.
http://www.epd.de/medien/medien_index_51157.html
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Nachwuchsförderung bei Film fest Oldenburg
Das 14. Internationale Film fest Oldenburg (12. bis 16. September) verstärkt seine Bemühungen um junges Independent-Kino aus Deutschland. Neben dem bisher vergebenen German Independence Award gibt es nun noch den Otto-Sprenger-Preis.
http://www.filmfest-oldenburg.de
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DFFF unterstützt zwei weitere Filme
Der Deutsche Filmfoerderfonds (DFFF) hat zwei weiteren Filmen eine Foerderzusage gegeben. So wird "The International" von Tom Tykwer mit vier Millionen Euro unterstützt. Außerdem wurden 2,7 Millionen Euro für "Der Baader-Meinhof Komplex" bewilligt, fuer den nun bis Ende November in Berlin, München und Marokko gedreht wird.
http://www.ffa.de
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DVD-Verkäufe auf Rekordniveau
Laut einer Analyse im Auftrag der FFA hat die Home Entertainment Branche mit einem Gesamtmarktumsatz in Hoehe von 669 Mio. Euro aus dem Verkauf und Verleih der Bildtontraeger im ersten Halbjahr 2007 nahezu das Umsatzergebnis des gleichen Berichtszeitraumes aus 2006 (676 Mio. Euro) erreicht. Zwar wurden 600.000 DVD mehr verkauft, doch der Durchschnittspreis ist gesunken.
http://www.ffa.de
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Infoveranstaltungen zur Nord-Filmfoerderung
Am 30. August informiert die Filmfoerderung Hamburg Schleswig-Holstein im Altonaer Museum in Hamburg ueber Budget, Vergabemittel, Aufteilung und Besetzung der Gremien, ueber die Arbeit der Film Commission in Kiel und Hamburg sowie ueber Angebote der Filmwerkstatt Kiel.
http://www.ffhsh.de
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Babelsberg bekommt neues Medienzentrum
Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns und Potsdams Oberbuergermeister Jann Jakobs haben den ersten Spatenstich fuer die Errichtung eines neuen Medienzentrums in der Medienstadt Babelsberg getan. Das neue Zentrum bietet jungen und wachsenden Unternehmen aus dem Medien- und Kommunikationsbereich ab Ende naechsten Jahres variable Bueroflaechen mit massgeschneiderter Infrastruktur und technischer Ausstattung.
http://www.potsdam.de/cms/beitrag/10035549/469047
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Gruenderzentrum an der HFF "Konrad Wolf"
Die Hochschule fuer Film und Fernsehen (HFF) "Konrad Wolf" und das Institut Berufsforschung und Unternehmensplanung Medien (IBF) e.V. haben 500.000 Euro zum Aufbau eines Existenzgruender-Zentrums Medien fuer die Metropolregion Berlin-Brandendenburg erhalten. Geldgeber ist das Bundesministerium fuer Wirtschaft und Technologie.
http://www.hff-potsdam.de
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Jetzt bewerben fuer Berlinale Talent Campus 2008
Noch bis 15. Oktober 2007 haben Nachwuchs-Filmemacher aus der ganzen Welt wieder die Moeglichkeit, sich fuer den Berlinale Talent Campus zu bewerben. Neben Produzenten, Regisseuren, Schauspielern, Kameraleuten, Drehbuchautoren, Filmcuttern, Production Designern, Filmkomponisten, Sound Designern und jungen Filmjournalisten sind 2008 erstmals auch Visual Artists fuer eine Teilnahme zugelassen.
http://www.berlinale-talentcampus.de
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Europa Cinemas: Bewerbungsverfahren laeuft
Kinos mit einem hohen europaeischen Programmanteil und mit speziellen Angeboten fuer Kinder und Jugendliche koennen sich ab sofort fuer die Aufnahme in das Media-gefoerderte Kinonetzwerk Europa Cinemas bewerben und Praemien von 15.000 bis 50.000 Euro erhalten. Bewerbungsschluss ist der 31. August fuer Aufnahme in das Netzwerk zum 1. Januar 2008.
http://www.europa-cinemas.org
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9. Anmeldung/Impressum
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Erscheinungsdatum: Der BFV-Newsletter erscheit immer am dritten Mittwoch im Monat. Im August und September 2007 ausnahmsweise am vierten Mittwoch.
Wenn Sie den BFV-Newsletter kostenlos erhalten wollen, melden Sie sich bitte persoenlich an unter http://www.connexx-av.de/newsletter_bfv.php3.
Bei Fragen, Anregungen oder Kritik erreichen Sie uns unter:
connexx.av c/o ver.di
Olaf Hofmann
Besenbinderhof 60
20097 Hamburg
fon: 040.28056067, fax: 040.25328815
mail: mailto:olaf.hofmann@connexx-av.de
Redaktion dieses Newsletters:
Olaf Hofmann und konzeptW
Impressum und V.i.S.d.P.
Dieser Newsletter wird von Wille Bartz, connexx.av, dem Projekt der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, monatlich herausgegeben.
connexx.av c/o ver.di
Wille Bartz
Goseriede 10-12
30159 Hannover
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